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Ortstermin: Bürgermeister Klaus Heilinglechner begrüßte die Stadträte in der neuen Kindertagesstätte.

„Unsere Kinder sind uns das wert“

Stadtväter besichtigen neue Kindertagesstätte

Bürgermeister und Stadträte machen sich vor Ort ein Bild von der neuen Einrichtung an der Ludwig-Thoma-Straße.

Wolfratshausen – Die kleinen bunten Gummistiefel hängen kopfüber auf einem Ständer. Daneben, an den grünen Wänden befestigt, hängen Kinderjacken unter Namensschildern und Fotos. Der Raum ist hell und großzügig. Mittendrin steht Petra Götzenberger, Leiterin des Kinderlands Weyarn. Normalerweise flitzen die Kleinen zwischen einem und sechs Jahren um sie herum. Bei einer Besichtigung in der Kita an der Ludwig-Thoma-Straße führte sie den Stadtrat durch die Einrichtung.

Pünktlich zum Beginn des Kindergartenjahrs – seit Anfang September – herrscht in der Einrichtung Hochbetrieb: 125 Kinder besuchen die vier Kindergarten- und zwei Krippengruppen in der Altstadt. 4,9 Millionen Euro hat die Kindertagesstätte auf dem Gelände der ehemaligen Landwirtschaftsschule neben dem neuen Stadtarchiv gekostet. „Das ist viel Geld“, stellte Bürgermeister Klaus Heilinglechner fest – „Aber unsere Kinder sind uns das wert.“ Die Kommune profitierte von einer Förderung des Freistaats, der 2,4 Millionen Euro für den Neubau beisteuerte.

Mit dem Ergebnis zeigten sich sowohl Stadträte als auch Erzieher zufrieden. Die sechs großzügigen Gruppenräume haben große Fenster zum Garten, der in den kommenden Monaten fertig begrünt wird. Die Freifläche teilen sich die Betreiber des Kinderlands Weyarn mit dem Hort des Kinder- und Jugendfördervereins, wie dessen Chef Fritz Meixner während des Rundgangs erklärte. Architekt Stefan Holzfurtner möchte auf der Wiese Spielgeräte für alle Altersgruppen – von der Krippe bis zur vierten Klasse – aufbauen, damit „alle Kinder das nutzen können“.

Schon jetzt spielen die Rehe, Eulen, Wölfe und Frösche – so heißen die Gruppen in der Wolfratshauser Einrichtung – im Freien, wie die Gummistiefel im Flur beweisen. Auch drinnen haben sie jedoch genügend Platz zum Spielen – was vor allem an den Nebenräumen liegt, über die alle Gruppen verfügen. Hier finden sich Schlafkojen oder Spielsachen. Im Obergeschoss, wo zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe untergebracht sind, gibt es sogar eine großzügige Galerie, von der aus die Kinder durch kleine Gucklöcher auf ihre Spielkameraden hinabblicken können. Zudem gibt es einen großen Bewegungsraum mit Sprossen- und Kletterwand sowie einer Rutsche, wo die Kinder gerne spielen. „Sie entscheiden selbst oft, dass sie in den Bewegungsraum gehen wollen“, sagt Leiterin Nicole Wellmann, die sich über den Neubau freut. „Bisher klappt alles wunderbar.“ 

dst

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