Die Wolfratshauser Innenstadt.
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Unsere Stadt soll schöner werden: Die Planungen zur Umgestaltung der Marktstraße in Wolfratshausen gehen weiter.

Fachbüro begleitet beschlossene Aufwertung

Wolfratshauser Altstadt soll „Identifikationsort“ werden

Die Aufwertung der Wolfratshauser Innenstadt ist beschlossene Sache. Mit Hilfe eines Fachbüros will man dem Ziel jetzt näherkommen.

  • Im Herbst 2018 hat der Prozess zur Aufwertung der Wolfratshauser Innenstadt begonnen.
  • Ab sofort begleitet ein Münchner Fachbüro die Kommune auf dem Weg zum Ziel.
  • Mit schnellen Ergebnissen rechnet Rathauschef Klaus Heilinglechner allerdings nicht.

Wolfratshausen – Die vom Stadtrat beschlossene Aufwertung der Altstadt geht weiter. Nach einem aufwendigen Bürgerbeteiligungsprozess im Herbst 2018 hat die Kommune wie berichtet ein Münchner Büro mit der Entwurfsplanung für das Prestige-Projekt beauftragt. Die Landschaftsarchitekten von „Mahl Gebhard Konzepte“ betreuen nun das Vorhaben. „Die Umgestaltung der Marktstraße in Wolfratshausen stellt ein wichtiges Projekt für die Stadtentwicklung dar“, erklärt Architektin Sonja Weber auf Anfrage unserer Zeitung. Das Münchner Landschafts- und Stadtplanungsbüro arbeite „eng mit der Stadt zusammen“.

Rahmenplan für Olympiaparkt ist ein Referenzobjekt

Nach eigenen Angaben deckt das Büro „das gesamte Spektrum der Bereiche Landschaftsarchitektur, Stadt- und Landschaftsplanung ab“. So werden Stadtentwicklungskonzepte, städtebauliche Planungen und Landschaftsplanung wie auch Bauleitplanungen und Objektplanungen durchgeführt. Auf der Homepage des Unternehmens finden sich einige Referenzprojekte, etwa die Rahmenplanung für den Olympiapark in München, das Nordgelände der Messe in München sowie eine Strukturanalyse der Landeshauptstadt im Rahmen der Stadtentwicklungsmaßnahmen.

Natürlich werden alle Anregungen und Einwände berücksichtigt, abgewogen und somit Eingang in die Planung finden.“ 

Sonja Weber, Architektin

„Unser Büro hat langjährige Erfahrung mit Bürgerbeteiligungen und nimmt die Anmerkungen aus den vorangegangenen Beteiligungen ernst“, so Architektin Weber. Die Kommune habe, das bestätigt Rathauschef Klaus Heilinglechner, den Planern die umfangreichen Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozesses zur Verfügung gestellt. Das sei die Basis der Arbeit der Mahl-Gebhard-Experten: „In den ersten Schritten – der Grundlagenermittlung – werden wir viel Zeit für die Auswertung der Bürgerbeteiligungen aufwenden, um daraufhin die Ergebnisse in den Vorentwurf einfließen zu lassen“, kündigt Architektin Weber an. „Die Anmerkungen der Bürger waren sehr vielfältig, einige wiederholen sich.“ Nichtsdestotrotz stellt Weber fest: „Natürlich werden alle Anregungen und Einwände berücksichtigt, abgewogen und somit Eingang in die Planung finden.“ Derzeit sei aber noch zu früh, festzulegen, welche konkreten Ideen umgesetzt werden können. „Dass die Marktstraße aber Identifikationsort und Rückgrat der Wolfratshauser Innenstadt wird, stellt die oberste Planungsprämisse dar.“

Rathauschef tritt aufgrund der Corona-Pandemie auf die Euphoriebremse

Bürgermeister Heilinglechner ist froh, dass der Prozess, die Altstadt aufzuwerten, nun mit fachlicher Begleitung fortgesetzt wird: „Es ist klares Ziel, dass wir in der Sache weiterkommen.“ Auch wenn die Finanzsituation der Kommune aufgrund der Corona-Pandemie angespannt sei, „würden es die vielen Bürger, die sich beteiligt haben, nicht verstehen, wenn wir jetzt sagen, dass wir alles auf Null zurücksetzen“. Heilinglechner räumt ein, dass es am Ende allerdings „von der finanziellen Lage abhängt, welche Maßnahmen wir umsetzen können“.

Die Situation der Gewerbetreibenden in der Innenstadt hat sich durch die Corona-Krise verschärft.“

Klaus Heilinglechner, Bürgermeister von Wolfratshausen

Dass die Marktstraße umgestaltet werden muss, ist für den Rathauschef unstrittig: „Die Situation der Gewerbetreibenden in der Innenstadt hat sich durch die Corona-Krise verschärft.“ Das Ziel der Bürgerbeteiligung, die Belebung der Altstadt, stehe nach wie vor ganz oben auf der Tagesordnung der politischen Entscheidungsträger. Wann die Entwurfsplanungen des Münchner Büros auf dem Tisch liegen, könne er nicht prognostizieren. Heilinglechner: „So umfassende Ergebnisse zusammenzufassen, das geht nicht von heute auf morgen.“ (dst)

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