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Wolfratshauser Bergwald: Bürgermeister dankt motivierten Umweltfreunden des Rotary-Clubs

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Von: Carl-Christian Eick

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Bergwald Wolfratshausen
Die Pflanzaktion im Wolfratshauser Bergwald: Hart und schweißtreibend war die Arbeit im steilen Gelände für die Gruppe von Freiwilligen. © Chris Weber

Wolfratshauser Bürgermeister Heilinglechner spricht dem Rotary-Club ausdrücklichen Dank aus für Pflanzaktion im Wolfratshauser Bergwald.

Wolfratshausen – 150 Weißtannen und 30 Eiben-Setzlinge haben Mitglieder des Rotary-Clubs Wolfratshausen-Isartal kürzlich im Wolfratshauser Bergwald eingepflanzt (wir berichteten). In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses des Stadtrats lobte Rathauschef Klaus Heilinglechner die Initiative der Rotarier ausdrücklich: „Mit der gemeinsamen Baumpflanzaktion im Bergwald wurde ein nachhaltiger Beitrag für unsere Heimat sowie soziale und ökologische Themen geleistet.“

Wolfratshauser Bergwald: Bürgermeister dankt motivierten Umweltfreunden des Rotary-Clubs

Gut 1500 Euro hatte der Rotary-Club in die Pflanzaktion investiert. Dass dabei alles fachgerecht zuging, darauf achtete vor Ort Revierförster Robert Nörr. „Der Klimawandel setzt den Wäldern in ganz Bayern und auch in unserer Region zu“, bilanzierte Bürgermeister Heilinglechner in seiner Bekanntmachung an die Mitglieder des Bauausschusses. Die Baumpflanzungen würden einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung des Bergwalds leisten und zum Erosionsschutz bei extremen Wetterereignissen beitragen. Der Wald ist vom Klimawandel betroffen, so der Rathauschef, der Wald sei aber zugleich „Teil der Lösung“. Die Bäume im Bergwald bewahren laut Heilinglechner den Boden vor Erosion, speichern und filtern Wasser, stabilisieren das Gelände und schützen Mensch und Tier vor Hang- und Erdrutschen bei Starkregen.

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Bergwald wegen Steilhänge auf tiefe Wurzeln angewiesen

Die Pflanzung von Weißtannen in den Steilhängen des Bergwalds sind in den Augen des Rathauschefs sehr wichtig. „Mit ihren Pfahlwurzeln stabilisieren die Weißtannen rutschgefährdete Hänge besonders wirksam im Zusammenspiel mit dem natürlichen Nachwuchs von Ahorn, Ulme oder Buche.“

Hagel, Schnee und Gewittersturm: Extremes Wetter setzte dem Waldstück zu

Neben dem Klimawandel haben dem Wolfratshauser Bergwald in den vergangenen Jahren verschiedene Ereignisse zugesetzt, blickte der Bürgermeister zurück. 2019 kam es zu einem massiven Schneebruch, starke Hagelfälle im Juni/Juli vergangenen Jahres führten zum großflächigen Absterben von Kiefern. Heuer hinterließ ein Gewittersturm schwere Schäden. „Es wurden viele alte Bäume entwurzelt oder einfach abgerissen.“

Aktive Forstwirtschaft wichtig für gesunden Wald

Für einen gesunden, zukunftsfähigen Wald könne viel getan werden, so Heilinglechner. Förster achteten nach Stürmen oder Fällungen darauf, immer wieder junge Bäume in einem Waldbestand nachzuziehen – und auf eine „zukunftsfähige Mischung der Baumarten“. Eine gezielte Fällung einzelner Bäume sei für die Stabilisierung des Waldes allerdings unverzichtbar. Wachse ein Baum zu eng auf, bilde er nur eine kleine Wurzel, die dem Baum zu wenig Halt bieten würde. Bekomme er mehr Licht, indem der benachbarte Baum gefällt werde, entwickle er sich stabiler.

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