Ein Mann und eine Frau.
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Neue Optik, leichte Sprache: Bürgermeister Klaus Heilinglechner und seine Sekretärin Alexandra von Alvensleben stellten die runderneuerte Rathausbroschüre „Wolfratshausen aktuell“ am Montag vor.

Runderneuertes Rathaus-Magazin

Wolfratshauser Bürgermeister betont: „Es wird dafür kein Baum gefällt“

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Das Wolfratshauser Rathaus-Magazin ist runderneuert worden. Bürgermeister Klaus Heilinglechner stellte das Druckwerk am Montag vor.

Wolfratshausen – „Wolfratshausen aktuell“, die Gratis-Rathaus-Broschüre, erscheint ab sofort in neuem Gewand. Dreimal im Jahr werden jeweils 9200 Exemplare produziert und den Bürgern zugestellt. 40 000 Euro lässt sich die Kommune diese Öffentlichkeitsarbeit jährlich kosten. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist Bürgermeister Klaus Heilinglechner.

Der Rathauschef stellte die runderneuerte Broschüre am Montag in einem Pressegespräch vor. Eine wesentliche Neuerung: Das knapp 30 Seiten dicke Heft wird nun auf 100-prozentigem Recyclingpapier gedruckt. „Es wird dafür kein Baum gefällt“, betonte Heilinglechner. Und: In Absprache mit den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen enthält „Wolfratshausen aktuell“ keine bezahlten Werbeanzeigen mehr. Da sich diese Entscheidung auf das Budget auswirke, erscheine die Broschüre nur noch drei statt bislang vier Mal im Jahr.

Viele Zusatzkästen in Leichter Sprache verfasst

Der Kopf hinter der Rathauszeitung ist Alexandra von Alvensleben, Sekretärin im Vorzimmer des Bürgermeisters. Ziel sei es, die Stadt „positiv zu präsentieren“, so Alvensleben. In der ersten Ausgabe, die in dieser Woche verteilt wird, sind unter anderem Artikel über den Japanischen Garten, das Heimatmuseum und das für Juli geplante Flussfestival an der alten Floßlände zu lesen. Apropos lesen: Die Inhalte zahlreicher Beiträge sind in blauen Zusatzkästen kurz zusammengefasst – und zwar in der sogenannten Leichten Sprache. „Ein aktiver Beitrag zur Inklusion von beeinträchtigten Mitbürgerinnen und Mitbürgern“, erklärte Alvensleben. Mit Rat und Tat zur Seite steht ihr in diesem Zusammenhang Maria-Kristin Kistler, im Landratsamt in Bad Tölz zuständig für die Inklusionsplanung.

Es geht um Infos, nicht um Politik

Wie bisher haben die fünf Stadtratsfraktionen einen festen Platz in der Broschüre, den sie eigenverantwortlich mit Inhalten füllen. Ansonsten nehme der Stadtrat keinen Einfluss auf die Rathausbroschüre, sagte Heilinglechner. Die Kommunalpolitiker bekommen das Heft auch nicht vor Drucklegung zu sehen. „Das ist ja nicht meine persönliche Zeitung“, beugte der Bürgermeister Kritik vor. Politik habe – abgesehen von den Beiträgen der fünf Fraktionen – nichts im „Wolfratshausen aktuell“ verloren, „es geht allein um den Transport von Informationen“, betonte Heilinglechner. In der jüngsten Sitzung des Tölzer Stadtrats hatte Franz Mayer moniert, dass Bürgermeister Ingo Mehner auf acht Fotos im 16-seitigen Rathausmagazin „Bad Tölz im Blick“ zu sehen sei. Zum Vergleich: Heilinglechners Konterfei schmückt allein das von ihm verfasste Grußwort.

Wer die Broschüre in den nächsten Tagen nicht in seinem Briefkasten findet: Erhältlich ist sie auch im Bürgerbüro/Rathaus, die digitale Version gibt’s auf der Homepage der Stadt. (cce)

Lesen Sie auch: So will Wolfratshausen pro Jahr 100 Tonnen CO2 einsparen.

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