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Schauen und kaufen: Das Angebot der Standlbetreiber lud zum Verweilen ein.

Besucher und Fieranten zufrieden

Wolfratshauser Christkindlmarkt: Mehr Platz, mehr Vergnügen

Die Stadt Wolfratshausen ist zufrieden mit dem jüngsten Christkindlmarkt.  Marktmeister Hubert Bernwieser spricht von positiven Rückmeldungen seitens der Fieranten und Besucher.

Wolfratshausen – Das Wetter war wie bestellt: „Schön kalt, aber trocken und nicht zu eisig“, freut sich Hubert Bernwieser. Der Christkindlmarkt am Wochenende in der Wolfratshauser Altstadt war der erste, den der Marktmeister der Stadt hauptverantwortlich organisiert hatte. Mit seiner Premiere ist er zufrieden: „Ich habe den Markt als sehr angenehm empfunden, und die Schausteller waren auch glücklich.“ Die Rückmeldungen der Fieranten seien durchgehend positiv gewesen.

Kinderweihnacht kommt gut an 

Bernwieser hatte im Vorfeld des Christkindlmarkts einiges geändert und neue Angebote geschaffen: Am Marienplatz, hinter dem Brunnen, standen einige Buden, die weihnachtliche Leckereien verkauften. Im Rathausinnenhof drehten ein Kinderkarussell und eine kleine Eisenbahn ihre Runden. „Dadurch war in der Marktstraße mehr Platz, und die Buden konnten etwas luftiger angeordnet werden“, sagt Bernwieser. Die Gäste hätten so angenehmer flanieren können, weil es nicht so eng gewesen sei. Zudem sorgte die Versetzung einzelner Ständen dafür, dass sich die Besucherströme über die gesamte Budengasse vom Schwankl-Eck bis zur Bahnhofsstraße verteilten. Genaue Besucherzahlen kennt Bernwieser noch nicht, „aber es war auf jeden Fall nicht weniger los als in den vergangenen Jahren. Wir hatten durchgehend guten Besuch, damit können wir zufrieden sein.“

Vor allem die Kinderweihnacht im Innenhof des Rathauses kam gut an. Hier positionierte der Marktmeister zwei Fahrgeschäfte, die in den vergangenen Jahren in der Budengasse liefen, sowie ein Bastel-Angebot des Weidacher Kindergartens. Einer der vielen jungen Besucher war der neunjährige Sandro. Seinem Vater Fabian Berger gefiel das Angebot für Kinder, „das Ambiente und die Atmosphäre im Innenhof waren sehr schön“. Da die Vergnügungsmöglichkeiten für die Kleinen so geballt aufgebaut waren, „hatten wir Eltern Zeit, in Ruhe zusammenzustehen und zu plaudern, während die Kinder beschäftigt sind“. Auch Marktmeister Bernwieser ist mit der Kinderweihnacht zufrieden: „Das Kinderdorf war gut besucht.“

Christbaum feiert Comeback

Als kleinen Wermutstropfen empfand die Stadt die Absage von drei Standbetreibern, die ihre geschmückten Hütten ursprünglich in der Altstadt öffnen wollten. „Leider hatte der Stand, der handgeschnitzte Krippen verkaufen wollte, bei der Anfahrt nach Wolfratshausen eine Panne“, berichtet Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Zudem seien zwei Gastronomie-Betriebe, die sich zum Christkindlmarkt angemeldet hatten, nicht erschienen. Für den Rathauschef hat das „natürlich einen faden Beigeschmack“. Grundsätzlich ist Heilinglechner allerdings zufrieden mit dem Markt: Ihm habe die Atmosphäre gefallen, „und die Resonanzen waren durchweg sehr positiv“. Für das kommende Jahr wünscht sich der Rathauschef lediglich in den Nachmittagsstunden etwas mehr Besuch, gleichwohl „der größte Zulauf natürlich in den Abendstunden kommt“. Erstmals hatte der Weihnachtsmarkt deshalb am Samstag eine Stunde länger – nämlich bis 22 Uhr – geöffnet.

Ein Comeback feierte der große, geschmückte Christbaum auf dem Marienplatz. Im vergangenen Jahr hatte der Baum aus Brandschutzgründen weichen müssen (wir berichteten). Nachdem sich großer Protest geregt hatte, stellte die Kommune heuer wieder eine Fichte auf – wenn auch etwas versetzt zum früheren Aufstellungsort, sodass die Zufahrt zum Marienplatz frei blieb. „Darauf haben wir sehr positive Reaktionen erhalten“, freut sich Heilinglechner.

Dominik Stallein

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