Schicksalsschlag trübte das Familienglück

Wolfratshauser Familie hofft auf ein Weihnachtswunder

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Ein knapp dreijähriger Bub hat eine schwere Zeit durchlitten. Nun hoffen seine Eltern auf Hilfe bei der Suche nach einer neuen Wohnung.

Wolfratshausen – Ein Schicksalsschlag trübte vor eineinhalb Jahren das Familienglück von Marina und Darian Horvat (alle Name geändert) und ihren zwei Kindern. Bei Marko entdeckten die Ärzte des Starnberger Klinikums einen schwarzen Fleck auf der Leber. Die Diagnose: eine sehr seltene Form von Leberkrebs.

Der Bub, der am Zweiten Weihnachtsfeiertag seinen dritten Geburtstag feiert, hat eine schwere Zeit durchlitten. Heuer im März gelang eine Lebertransplantation. „Sein Zustand ist derzeit stabil“, sagt seine Mutter erleichtert. Aber zur ständigen Angst um die Gesundheit ihres Kindes gesellt sich ein zweites, scheinbar banales Problem: Die Familie braucht eine größere Wohnung. Doch der Mietmarkt in der Region ist bekanntlich überhitzt.

„Bezahlen können wir eine größere Wohnung“, beteuern Marina und Darian Horvat im Gespräch mit unserer Zeitung. Der 35-Jährige arbeitet beruflich im Landkreis München. Seine Frau ist – sofern es die Kinderbetreuung zulässt – in einer alteingesessenen Metzgerei im Norden des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen tätig. Die vierköpfige Familie lebt seit geraumer Zeit in einer Dreizimmerwohnung in der Flößerstadt. Doch Sohn Marko braucht dringend ein eigenes Zimmer.

Der Bub ist tapfer. Hinter ihm liegen zahlreiche Untersuchungen sowie mehrere Operationen im Augsburger Kinderkrebszentrum und eine zehnwöchige Chemotherapie. Eine angesetzte OP in der Universitätsklinik Tübingen – Marko war bereits narkotisiert – wurde in letzter Sekunde abgebrochen. „Er hätte sie nicht überlebt“, berichtet Marina Horvath mit Tränen in den Augen. Am 17. März dieses Jahres gelang endlich die notwendige Lebertransplantation. Markos Zustand ist seither „stabil“, berichtet seine Mutter. „Doch es gibt Aufs und Abs“, räumt die 32-Jährige ein.

Seit dem Eingriff im März muss Marko einen Mundschutz tragen, beim Spielen mit anderen Kindern gilt: „Er darf sich möglichst auf keinen Fall mit einer Krankheit infizieren“, so seine Mutter. Doch sie hat ihren Optimismus nie verloren: „Wir freuen uns einfach Tag für Tag und genießen alle zusammen das Leben.“

Marina und Darian Horvat sind seit Wochen bemüht, eine größere, konkret eine Vier-Zimmerwohnung in Wolfratshausen zu finden. Noch teilen sich der gesundheitlich angeschlagene Marko und seine fünfjährige Schwester Nada ein Zimmer. „Marko braucht aber einen Raum, in den er sich auch einmal zurückziehen und ausruhen kann.“

Bislang war die Herbergssuche erfolglos. Marina Horvat ist gebürtige Kroatin und lebt seit ihrem achten Lebensjahr in Deutschland. Ihr Mann ist gebürtiger Deutscher. Beide Kinder kamen in der Wolfratshauser Kreisklinik zur Welt. „Trotzdem hat man uns auch schon einmal wissen lassen: ,An Ausländer vermiete ich nicht.‘“ Nun hofft die kleine Familie auf ihr ganz persönliches Weihnachtswunder: „Eine größere Wohnung – und wir wären von einer sehr großen Sorge befreit.“ cce

Kontakt

Wer Familie Horvat helfen kann, meldet sich bitte in der Redaktion unserer Zeitung, Telefon 0 81 71/ 26 92 32 oder E-Mail redaktion@isar-loisachbote.de. Wir stellen den Kontakt zur Familie her.

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