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Für die Aufführung der "Carmina Burana" war eine große Bühne notwendig.

Flussfestival

Große Bühne vergrößert das Defizit

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Wolfratshausen – Licht aus, Spot ab: Mit einem kurzen Film über das Fluss-Festival stimmte Marion Klement die Mitglieder des Kulturausschusses auf ihre Ausführungen ein. Die Kulturmanagerin hielt die Nachricht, die die meisten brennend interessierte, nicht lange zurück. „Wir verzeichnen ein Defizit von 162.851 Euro.“ 

Weil sie aber im Haushalt mit einem Minus von etwa 130.000 Euro kalkuliert habe und an anderer Stelle mehr eingenommen habe als geplant, „haben wir das Budget nicht gesprengt“. Ein Kostentreiber war Klement zufolge die große Bühne, die unter anderem wegen der Aufführung der „Carmina Burana“ nötig war. Aber auch Technik, Werbung – zum Beispiel wurden 1000 Plakate aufgehängt – und Personal schlugen hier zu Buche.

Marion KlementKulturmanagerin der Stadt Wolfratshausen. 

Die Kulturmanagerin lobte das vom Geretsrieder Günter Wagner organisierte Festival mit 17 Veranstaltungen (davon 15 städtisch), zu dem an 16 Tagen 5000 Besucher kamen, 132 Künstler auf der Bühne standen, 3500 Karten verkauft wurden und 40 Ehrenamtliche für den reibungslosen Ablauf sorgten. Sie machte aber kein Hehl daraus, dass es Verbesserungsbedarf gibt. Zwar seien die Top Acts – darunter „Carmina Burana“, Willy Michl und Helmut Schleich – ausverkauft gewesen. „Die übrigen Angebote waren aber mäßig bis schlecht besucht“, bilanzierte die Kulturmanagerin.

Für das nächste Flussfestival hofft sie auf ein „neugierigeres Publikum“, das auch die Künstler wahrnimmt, die zwar gut, aber eben noch nicht so bekannt sind. Auch dass an der einen oder anderen Stelle noch gespart werden könnte, gab sie auf Nachfragen aus dem Ausschuss unumwunden zu. Insgesamt zeigten sich die Politiker zufrieden und lobten das Festival fraktionsübergreifend.

Neben dem Film zum und einem Buch über das Festival ist noch etwas entstanden: Die Werbebanner wurden recycelt und zu Umhängetaschen verarbeitet. „So schnell wird man das Festival nicht vergessen“, sagte Klement, als sie Kulturreferent Alfred Fraas (CSU) eine davon überreichte. Erst recht nicht, weil die Taschen bei der Neuauflage verkauft werden sollen. Vergessen, sagte Klement mit Blick auf die Kosten, dürfe man übrigens auch etwas anderes nicht: „Was man in der Bilanz nicht sieht, ist der Imagegewinn für die Stadt Wolfratshausen.“

von Frederik Lang

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