Die Wolfratshauser Innenstadt.
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Die Stadt mit Leben füllen: Ein Projektfonds unterstützt die Umsetzung von Ideen finanziell.

Förderprogramm

Wolfratshauser Innenstadtfonds: Mehr Mitspracherecht für Privatleute

Mit einem Projektfonds unterstützt Wolfratshausen für die Belebung der Innenstadt. Künftig dürfen bei der Vergabe der Fördergelder mehr Privatleute mitsprechen.

Wolfratshausen – Es ist der innige Wunsch vieler Wolfratshauser: Die Innenstadt soll wieder mit mehr Leben gefüllt werden. Unterstützen soll das seit einigen Jahren ein Projektfonds, der Bürgern, Vereinen und Initiativen bei Projekten finanziell unter die Arme greift. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Hauptausschuss des Stadtrats, dass bei der künftigen Vergabe von Fördergeldern mehr Privatleute mitsprechen dürfen. Stadtmanager Dr. Stefan Werner begrüßt die Änderungen – und hofft, mit dem Fonds künftig noch mehr Projekten eine Starthilfe geben zu können.

15 000 Euro stehen jedes Jahr zur Verfügung. Im Jahr 2020 wurden davon bis Anfang Dezember rund 8700 Euro abgerufen, so viel, wie noch nie. In den Vorjahren lagen die Zahlungen bei 3350 Euro (2019) beziehungsweise rund 8000 Euro (2018). In den Genuss von Förderungen gelangten unterschiedliche Initiativen: Geld floss vergangenes Jahr in die Aufstellung von Kippster-Eimern für Zigarettenstummel und ins Kunstturm-Projekt des Kulturvereins Isar-Loisach im Schwankl-Eck. Das White Dinner des Werbekreises 2018 wurde unterstützt, eine Infotafel, die auf den Walk of Fame hinweist, und das Flussfilmfestival des Vereins Flößerstraße.

Was diese Projekte eint? „Sie sorgen für eine Attraktivitätssteigerung der Stadt“, sagt Stadtmanager Werner. Grundsätzlich käme ein breites Spektrum an Ideen für eine Förderung in Betracht, „solange sie der Stadtentwicklung dienen“. Welche konkreten Projekte auf Zuschüsse setzen können, entscheidet entweder der Bürgermeister oder, sofern mehr als 6000 Euro nötig wären, der Hauptausschuss. Empfehlungen gibt künftig eine Koordinierungsgruppe ab, der Werner vorsitzt. Teil des Gremiums sind Interessensvertreter aus der Gastronomie, dem Einzelhandel sowie Gebäudeeigentümer, Unternehmer, Seniorenvertreter und ein Mitglied des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen. Außerdem gehören der Kultur- und der Wirtschaftsreferent zu der Runde. Darauf einigte sich der Hauptausschuss.

„Wir hatten zuvor vor allem politische Entscheidungsträger in dieser Gruppe“, erklärt Werner. Mit dem Beschluss, diese Gruppe neu zusammenzusetzen, „sind nun die Privaten nicht mehr in der Minderheit“. Werner möchte es so schaffen, „dass die Verzahnung der privaten Interessen und der öffentlichen Gelder verbessert wird“ und infolgedessen mehr Projekte mit Mitteln aus dem Innenstadtfonds unterstützt werden können. Bislang sei dieser Fördertopf noch nicht sehr bekannt „und es wäre schön, wenn sich noch mehr Bürger mit Ideen oder Initiativen bei uns melden, die der Stadtentwicklung helfen können“.  dst

Info

Antragsformulare und Informationen über den Projektfonds findet man im Internet unter www.wolfratshausen.de/stadtmanagement-wirtschaft/privat-oeffentlicher-projektfonds/

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