Im Gespräch mit Kathrin Kugler 

So soll das Wolfratshauser Jugendforum funktionieren

Am kommenden Mittwoch, 11. Oktober, richtet die Stadt Wolfratshausen erstmals ein Jugendforum aus. Bis zu 200 Heranwachsende aus der Flößerstadt sollen sich an der Veranstaltung in der Loisachhalle beteiligen.

Wolfratshausen – Initiatorin des Projekts ist Kathrin Kugler, Jugendreferentin und Stadträtin (Bürgervereinigung Wolfratshausen). Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Dominik Stallein erklärt sie, wie das Jugendforum ablaufen soll, wie sie die Teilnehmer akquiriert hat – und was sie sich von der Veranstaltung erhofft.

Frau Kugler, wie darf man sich das Jugendforum vorstellen?

Diese Beteiligungsform bietet uns die Möglichkeit, an einem Tag sehr viele Jugendliche aus Wolfratshausen zu erreichen. Deshalb haben wir uns dafür entschieden. Die Teilnehmer kommen in der Früh in die Loisachhalle, dann übernimmt ein externer Moderator für uns. Die Jugendlichen tragen anfangs ihre Ideen und Wünsche vor, die dann in mehreren Kleingruppen weiterbearbeitet werden.

Die Ergebnisse bereiten die Gruppen auf Stellwänden vor und präsentieren sie gegen Mittag dem Bürgermeister, einigen Stadträten sowie Rathausmitarbeitern und den Schulleitern. Wir wollen, dass daraus eine interaktive Präsentation wird: Die Besucher gehen zu den einzelnen Projektgruppen, damit ein direktes, persönliches Gespräch entstehen kann. Die Jugendlichen bekommen so Antworten von den zuständigen Leuten – das macht dieses Forum besonders und lebendig.

Wie viele Jugendliche werden teilnehmen?

Kathrin Kugler: Jugendreferentin des Stadtrats. 

Alle Schüler ab der achten Klasse können mitmachen. Wir sind bei den hiesigen Schulen ausschließlich auf positive Resonanz gestoßen: Alle Wolfratshauser Schulen unterstützen uns, außerdem die Gymnasien Icking und Geretsried sowie die Realschule Geretsried. In den auswärtigen Schulen haben wir das Projekt allen Wolfratshausern in einer großen Versammlung vorgestellt. Wir erwarten am Mittwoch etwa 150 bis 200 Teilnehmer. Zumindest erhoffe ich mir das.

Wer organisiert die Veranstaltung?

Die Organisation geht von Cordula Schnellbach (mobile Jugendarbeit, Anm. d. Red.) und mir aus. Außerdem werden wir von der Stadt sowie dem Kinder- und Jugendförderverein bei den Vorbereitungen unterstützt. An dem Tag selber wird Moderator Erik Flügge da sein sowie die Jugendsozialarbeiter aus den örtlichen Schulen. Rede und Antwort stehen außerdem Vertreter des Landratsamtes und des Kreisjugendrings.

Was erhoffen Sie sich persönlich von dem Tag?

An erster Stelle steht für mich ganz klar, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Wünsche, Ideen, Probleme und Lösungsvorschläge einzubringen und damit ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten. Das ist das erste Mal, dass wir ein solches Projekt starten. Wir wollen mal sehen, wie es läuft. Es wäre natürlich toll, wenn daraus erste umsetzbare Ideen und Projekte hervorgehen, sodass die Jugendlichen auch gleich Erfolge verzeichnen können. Für mich als Jugendreferentin des Stadtrats ist es außerdem wichtig, die Jugendlichen an die Kommunalpolitik heranzuführen und ihnen so mögliche Ängste und Vorurteile gegenüber Politikern oder Stadtverwaltung zu nehmen. Mitbestimmung ist nicht unbedingt etwas Selbstverständliches – auch wir als Kommunalpolitiker müssen uns das Vertrauen der Jugendlichen erst erarbeiten.

Rubriklistenbild: © AFP

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