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Von Kollege zu Kollege (v. li.): Dr. Stefan Schmidbauer und Dr. Michael Trautnitz, alter und neuer Ärztlicher Direktor der Kreisklinik am Moosbauerweg. 

Kreisklinik: Dr. Michael Trautnitz ist neuer Ärztlicher Direktor

Stühlerücken am Moosbauerweg

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Die Kreisklinik Wolfratshausen hat einen neuen Ärztlichen Direktor: Zum 1. Januar 2018 hat Dr. Michael Trautnitz, Chef der internistischen Abteilung, das Amt von Dr. Stefan Schmidbauer, Chefarzt der chirurgischen Abteilung, übernommen. 

Wolfratshausen – Der Ärztliche Direktor ist der Vertreter der leitenden Ärzte in der Krankenhausleitung. Er sitzt mit am Tisch, wenn strategische oder bauliche Entscheidungen getroffen werden. Er muss integrieren, moderieren und motivieren. Insofern ist der Ärztliche Direktor im Kosmos einer Klinik ein wichtiger Mann.

Schmidbauer hatte das unentgeltliche Ehrenamt neun Jahre inne. In der Geschäftsordnung vorgesehen sind eigentlich nur zwei. „Es gab etliche Projekte, für die eine gewisse Kontinuität wichtig war“, sagte Landrat Josef Niedermaier, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Klinik. Man denke nur an die aktuelle Einrichtung einer Fachabteilung Geburtshilfe in Kooperation mit Starnberg. „Für Ihren Einsatz in allen den Jahren ein großes Dankeschön.“

Der Dank fiel umso größer aus, als das Gesundheitswesen als solches kaum mehr zu durchschauen ist, selbst für Insider nicht. Die ständigen Kehrtwenden der Politik machen es laut Niedermaier allen schwer, die in diesem Bereich arbeiten. „Das ewige Hü und Hott zehrt an den Nerven.“ Dennoch ist er zuversichtlich, dass die Kreisklinik die Herausforderungen meistert. Die Flexibilität und die Empathie eines Ärztlichen Direktors sei da ein extrem wichtiger Faktor.

Geschäftsführer Hubertus Hollmann hob die Tatkraft hervor, mit der Schmidbauer Projekte forciert hat: „Sie haben das Bauchzentrum etabliert, Sie haben eine Ethikkommission eingerichtet, und nicht zu vergessen: Sie genießen bei den Mitarbeitern hohes Ansehen.“ Als Gerhard Hasreiter von den Freunden der Kreisklinik auch noch erwähnte, dass Schmidbauer ein Kunstfreund sei, der bei keiner Ausstellungseröffnung gefehlt habe, wurde es dem Mediziner fast zu viel des Lobes: „Jetzt werde ich langsam wirklich rot.“

Schmidbauer selbst sagte: „Das ist eine Zäsur.“ Jetzt werde er wieder mit ganzer Kraft für die Weiterentwicklung der Chirurgischen Abteilung arbeiten. Seinen Nachfolger empfahl er als einen „integren, engagierten und sensiblen Kollegen“. Über das Bild, das ihm Hubertus Hollmann schenkte – einen blauen Fisch des Münsinger Malers Iring t. N. de Brauw – freute er sich sehr: „Der Fisch ist ein Symbol für Leben, für Vitalität.“

Dr. Michael Trautnitz will sich verstärkt um die Pflegekräfte kümmern, an denen bekanntlich ein – teils dramatischer – Mangel besteht: „Wir müssen für die guten Kräfte attraktiv bleiben“, erklärte er. Außerdem will er bei der fortschreitenden Spezialisierung mithelfen. Sie ist heutzutage wichtig für jede Klinik.

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