Die Kreisklinik Wolfratshausen.
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Für die Cafeteria der Kreisklinik in Wolfratshausen wird ein neuer Pächter gesucht.

Krankenhaus-Geschäftsführer sucht neuen Pächter

Wolfratshauser Kreisklinik ohne Cafeteria

Verwaist ist die Cafeteria in der Wolfratshauser Kreisklinik. Der Vertrag mit dem Pächter wurde aufgelöst. Es wird ein Nachfolger gesucht.

Wolfratshausen – Ärzte beim Mittagessen, ein Ratsch unter Patienten und Besuchern bei einem Stück Torte oder eine entspannte Zeitungslektüre zu einer Tasse Kaffee: In der Cafeteria der Kreisklinik in Wolfratshausen herrscht täglich Betrieb – eigentlich. Denn seit Ende Juli steht das Café mit Bistroküche, kleinem Biergarten und großer Kuchentheke leer. „Wir haben auf Initiative des Pächters den Vertrag vorzeitig aufgelöst“, berichtet Klinik-Geschäftsführer Ingo Kühn auf Nachfrage. Für beide Seiten sei das „ein nicht einfacher Schritt“, gewesen. Der Gastronom – Andreas Frimmer aus Königsdorf betrieb das Café seit etwa eineinhalb Jahren – „war ein gern gesehener Wirt bei unseren Patienten, Besuchern und Mitarbeitern“.

In den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram verabschiedete sich Frimmer von seinen Kunden. „Jeder weitere Tag wäre eine zu hohe finanzielle Belastung für unseren kleinen Familienbetrieb“, erklärte er in dem emotionalen Beitrag die Gründe für die Schließung.

Klinikchef Kühn äußert dafür Verständnis: „Im Zeitalter von Corona, Kontaktbeschränkungen und Lockdown haben es fast alle Wirtschaftszweige schwer, davon ist insbesondere auch die Gastronomie betroffen.“

Das Krankenhaus sucht inzwischen einen Nachfolger für die Cafeteria. „Wir sind mit einigen potenziellen Pächtern in Kontakt getreten“, sagt Kühn. In welche Richtung sich das Café, in dem zuletzt auch Mittagstische und ausgefallenere Speisen angeboten wurden, künftig entwickeln soll, steht noch nicht ganz fest. „Wir haben mehrere Ideen und versuchen, eine davon mit einem neuen Pächter umzusetzen“, so der Klinikchef abschließend.  

dst

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