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Die Eröffnung der Kunstmeile ging am Freitag nahtlos in die „Late Night“ über, zu der der Werbekreis Einkaufstadt Wolfratshausen eingeladen hatte. Auf dem Marienplatz unterhielt unter anderem der „Sommer-Sound-Chor“die Besucher

Altstadt erwacht zum Leben

Wolfratshauser „Late Night“ lockt viele Besucher an

Nachdem die Kunstmeile sechs eröffnet worden war, zog es die Besucher zur „Late Night“ in die Altstadt. Gäste, Aussteller und Veranstalter zeigten sich sehr zufrieden.

Wolfratshausen – Nachdem Hans-Werner Kuhlmann, Vorsitzender des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) und Bürgermeister Klaus Heilinglechner am Freitag in der Loisachhalle die Kunstmeile sechs eröffnet hatten, zog es die Künstler und Besucher in die Altstadt. Dort füllten sich nicht nur die zu Kunstgalerien umgestalteten Geschäfte, sondern auch der Marienplatz rasch. Der Duft von Steinpilzsoße und frisch aufgeschnittenem italienischem Schinken lockte schon am frühen Abend viele Menschen an.

Doch es waren nicht nur Pasta und erlesene Weine, die die Menge zum Verweilen einluden: Die Lieder des italienischen Entertainers Michele Barretta, der Sängerin Claudia Sommer sowie „Hundling“ Phil Höcketstaller sorgten für das passende akustische Ambiente. Spätestens als sich um 20 Uhr ein vielstimmiger Chor als Flashmob am Geschehen beteiligte, war die an anderen Abenden eher ruhige Innenstadt kaum wiederzuerkennen. Fast eine Stunde lang sang der von Claudia Sommer geleitete „Sommer-Sound-Chor“ bekannte Coverversionen von den Eurythmics, den Beatles und Herbert Grönemeyer.

Schwellenängste überwunden

Ingrid Schnaller, Vorsitzende des Werbekreises Einkaufstadt Wolfratshausen und Mitorganisatorin der „Late Night“, freute sich über das rege Treiben auf dem Marienplatz. „Man weiß vorher nie genau, ob das Programm so angenommen wird.“ Wichtig war für Schnaller vor allem, dass die angereisten italienischen Köche und der Weinhändler ausreichend Umsatz machen. „Sonst kommen die bei der nächsten Veranstaltung bestimmt nicht wieder.“ Am Freitagabend gab es allerdings dagegen kurz die Sorge, dass die 500 bereitgestellten Teller nicht ausreichen würden.

Viele Geschäfte in der Stadt hatten bis 22 Uhr offen.

Abseits vom Geschehen am Marienplatz verzeichneten auch die Läden am Unter- und Obermarkt eine rege Frequenz. Manch einer wie beispielsweise Zahntechniker Hermann Ratte sprach die Besucher direkt auf dem Bürgersteig an, um sie auf ein Glas Wein oder Prosecco einzuladen. „Manche hatten tatsächlich Schwellenangst, unsere Räume zu betreten“, wunderte sich Ratte. Wer es wagte, konnte in der Galerie neben dem Gasthaus Löwenbräu die stilvoll platzierten Kunstwerke von Enzo Arduini, Alessandra Motta-Rees und Christine Renner bewundern. „Für mich stimmt hier einfach das Ambiente, deshalb stelle ich gern hier aus“, sagte Motta-Rees.

Musik und Kunst in der Altstadt

Schräg gegenüber nutzten Inge Hartmann, Corinna Hee, Jürgen Pichler und Erich Külker die leer stehenden Ladenräume am Untermarkt 17. „Die Besucher sind zufrieden, auch weil hier die Lichtverhältnisse gut sind“, zog Külker zufrieden Bilanz. So sah es auch Heike Schneider, deren Filzkunstwerke schon am frühen Abend für ein volles Geschäft am Untermarkt 35 sorgten.

Eine farbenfrohe, lange Nacht.

Am anderen Ende der Marktstraße zog es Neugierige in die Räume des ehemaligen Schreibwarengeschäftes Schwankl. Für die Modelle der einstigen Wolfratshauser Burg sowie Manfred Schwedlers Burg-Bilder interessierten sich auch viele Kinder, die am Freitagabend länger aufbleiben durften. Als Carmen Gröbmair-Jonas vom Burgverein gegen 22 Uhr aufräumte, griff Claudia Sommer vor der Tagesbar im Wirth-Haus noch einmal in die Saiten. Für viele Besucher war dies die letzte „Late-Night“-Station.

Peter Herrmann

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