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Wolfratshauser Nachbarschaftshilfe in Sachen Kinder

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Im Kinderparadies von Bürger für Bürger: Leiterin Ninon Vogt-Graßl mit Sofie und Markus.
Im Kinderparadies von Bürger für Bürger: Leiterin Ninon Vogt-Graßl mit Sofie und Markus. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Kinder, Rentner, junge Familien: Von den Angeboten der Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger kann jeder profitieren. Seit 30 Jahren engagieren sich Ehrenamtliche in dem Verein, der in elf verschiedenen Ressorts seine Hilfe für einen kleinen Obolus anbietet. In loser Reihenfolge stellen wir alle Facetten des Vereins vor. Heute: der Kinderpark.

Wolfratshausen – Spätestens beim Anblick des Fuhrparks leuchten die Kinderaugen: Zwölf kleine Flitzer warten im Jugendraum des evangelischen Pfarrheims auf einen Fahrer. Hier öffnet am Montag, Donnerstag und Freitag der Kinderpark des Nachbarschaftshilfevereins Bürger für Bürger. Bis zu zwölf Kinder werden in der offenen Gruppe gleichzeitig betreut. Das Programm für die jungen Besucher ist abwechslungsreich. Wenn die eineinhalb bis drei Jahre alten Kinder gegen neun Uhr in den Jugendraum kommen, stehen die Spielsachen für ein freies Spiel schon bereit. „Später gibt es eine gemeinsame Brotzeit mit allen Kindern“, erklärt Leiterin Ninon Vogt-Graßl. Gemeinsam mit den beiden Betreuerinnen essen die Buben und Mädchen dann Gemüse oder Brote, die sie sich von zu Hause mitgebracht haben. Gestärkt können sich die jungen Besucher dann bei gemeinsamen Spielen, Bastelaktionen oder musikalischen Angeboten ausprobieren. ���Wir versuchen, ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm-Paket zu schnüren“, sagt Vogt-Graßl. Vor allem im großen Garten des evangelischen Pfarrheims an der Bahnhofstraße können die Buben und Mädchen toben, spielen und die Gemeinschaft genießen.

Auch die Eltern genießen es, an drei Tagen in der Woche jeweils drei Stunden Zeit zu haben, in denen sie mal in Ruhe einkaufen oder einen Kaffee trinken können.

Ninon Vogt-Graßl, Leiterin des Kinderparks

Seit inzwischen zwölf Jahren ist die Wolfratshauserin im Kinderpark engagiert, seit elf Jahren als dessen Leiterin. Ihre eigenen Kinder nahmen das Angebot der Nachbarschaftshilfe wahr, als sie jünger waren. Seitdem sie erwachsen ist, engagiert sich Ninon Vogt-Graßls Tochter als Betreuerin für den Verein. „Irgendwann hat sie mich überredet, auch mitzumachen“, erinnert sich die gelernte Hotelfachfrau. Im Kinderpark hat sie eine Tätigkeit gefunden, die sie erfüllt: „Ich genieße die Arbeit mit den Mäusen hier sehr“, sagt sie. Nicht nur für die Kinder ist das Betreuungsangebot eine schöne Abwechslung: „Auch die Eltern genießen es, an drei Tagen in der Woche jeweils drei Stunden Zeit zu haben, in denen sie mal in Ruhe einkaufen oder einen Kaffee trinken können“, sagt Vogt-Graßl.

Die meisten Eltern sind Stammkunden. Einige schätzen das flexible Gruppenkonzept des Kinderparks: Bis zu zwölf Kinder können kommen, eine Anmeldung ist nicht nötig. Wer kurz entschlossen ist, besucht den Kinderpark einfach zur Öffnung um 9 Uhr. „Für die Kinder ist es natürlich einfacher, wenn sie uns in einer gewissen Regelmäßigkeit besuchen“, weiß Vogt-Graßl aus Erfahrung.

Gerade um Vertrauen zu den Betreuerinnen fassen zu können und sich in der Gruppe mit den anderen Kindern zu akklimatisieren, sei das wichtig. Kommen die Kleinen regelmäßig, „ist das hier eine super Vorbereitung auf den Kindergarten“, sagt die 60-Jährige.

dst

Info

Der Kinderpark hat Montag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Kinder im Alter von 15 Monaten bis drei Jahren können die Einrichtung besuchen. Je Stunde zahlen die Eltern 3,20 Euro (Nichtmitglieder: 3,60 Euro). Geschwisterpaare zahlen einen gemeinsamen Preis von 5 Euro (Nichtmitglieder 6 Euro). Anmeldungen nimmt Ninon-Vogt-Graßl entgegen, Ruf 0 81 71/ 34 61 34.

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