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In Zivil: Das Prinzenpaar Maxim I. mit Katharina I.

Die Prinzenpaare werden streng demokratisch gewählt

Wolfratshauser Narreninsel: Das sind die neuen Prinzenpaare

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Die Narreninsel hat gewählt: Katharina Huber und Maxim Heidt regieren als Prinzenpaar das närrische Volk. Unterstützt werden die sie vom Kinderprinzenpaar Elisabeth Magerl und Elias Khatib.  

Wolfratshausen– Seit dem Krönungsball in den Geretsrieder Ratsstuben vergangenen Samstag ist es offiziell: Katharina Huber und Maxim Heidt haben als Prinzenpaar, Elisabeth Magerl und Elias Khatib als Kinderprinzenpaar, die Regentschaft über das närrische Volk im Nordlandkreis übernommen.

Die Entscheidung, wer heuer in die Rolle der Kinderprinzessin schlüpfen soll, erfolgte innerhalb des Vereins streng demokratisch. „Ich wurde gewählt“, erklärt die elfjährige Ebenhauserin ernst. Einen passenden Prinzen zu finden, war im Bekanntenkreis kein Problem. „Meine Mutter hat mich gefragt, ob ich mit Elisabeth tanzen würde“, berichtet der gleichaltrige Elias aus Wolfratshausen. „Da hab ich halt ,Ja‘ gesagt.“ Mit ausschlaggebend für diese Entscheidung sei gewesen, dass seine Mutter einen schulfreien Tag in Aussicht gestellt hatte.

Katharina Huber wiederum kam gar nicht aus, einmal das Prinzessinnenkleid anzuziehen. Die Kauffrau im Büromanagement tanzt bereits seit neun Jahren in der Garde. Zudem: Narreninsel-Präsident Franz Hübler ist Hubers Onkel. „Er hat mich schlichtweg überredet, mich zur Verfügung zu stellen“, sagt die 18-jährige Geretsriederin.

Als ihr ursprünglicher Prinz kurzfristig absprang, musste schnellstmöglich Ersatz gefunden werden. Über Freunde stieß sie auf den Chemiekanten Maxim Haid. Der war nach anfänglichem Zögern bereit für die Prinzenrolle. „Als ich das in der Arbeit bekannt gegeben habe, war das Gelächter erst einmal groß“, erinnert sich der 25-Jährige. Aber dann hätten es alle gut gefunden.

Kinderprinzenpaar 2019: Elisabeth Magerl und Elias Khatib.

Das Tanztraining begann bereits im September. Schrittfolge, Hebefiguren, Ablauf: „Man investiert schon eine Menge Zeit“, sagt Prinzessin Katharina. Aber Maxim habe sich richtig gut angestellt, lobt sie ihren Partner. Jetzt, zu Beginn der Saison, ist die Nervosität vor jedem Auftritt groß. „Aber ich denke, dass man mit der Zeit einfach sicherer wird“, ist Maxim überzeugt. Nebenbei: Trotz aller Tanzharmonie wird es im richtigen Leben kein Happy End zwischen dem Paar geben: Beide sind bereits anderweitig vergeben.

„Die tolle Tanzmaus“ oder „der fußballspielende Könner“: Auch in diesem Jahr wird es solche Namenszusätze nicht geben – worüber alle vier Tollitäten froh sind. „Das war früher üblich“, erklärt Franz Hübler. Da wurde aus Beruf oder Hobby ein ergänzender Titel gebildet, was heutzutage von vielen Faschingsgesellschaften wieder aufgegriffen wird. „Nur, dass man sich damit selbst in Peinlichkeiten bringen kann, wenn man sich verspricht oder Gaudi, die man im Vorfeld darüber gemacht hat, plötzlich real wird“, sagt der Narreninsel-Chef. Er hatte einmal eine Prinzessin mit dem Zusatz „die fliegende Frisöse“. Bedankt hat er sich vor 250 Gästen aber bei der „fliegenden Frittöse“. Heute kann er darüber herzlich lachen – damals war es ihm eher peinlich.

Lesen Sie auch: Wolfratshausen hat den Fasching eingeläutet: Tollitäten regieren bis in den März

Apropos Pleiten, Pech und Pannen: Wie reagiert man, wenn doch einmal etwas schiefgeht, beispielsweise eine Hebefigur eher auf dem Boden statt in der Luft endet? „Ganz einfach“, so die Devise der beiden Prinzenpaare. „Aufstehen, Krone richten, weitermachen – und das wortwörtlich.“

sh

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