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Herzliches Willkommen: Mit musikalischen Beiträgen haben die Schüler ihre neue Rektorin Antonie Bálint-Meikis begrüßt. 

„Was Besseres konnte der Schule nicht passieren“

Wolfratshauser Realschule bekommt neuen Namen und neue Rektorin

Die Staatliche Realschule in Wolfratshausen hat am Freitag nicht nur einen neuen Namen bekommen, sondern auch eine neue Rektorin. Zum Festakt kamen viele Gratulanten.

Wolfratshausen – Die bereits 1951 gegründete Staatliche Realschule hat seit Freitag nicht nur einen neuen Namen, sondern mit Antonie Bálint-Meikis auch eine neue Rektorin. Die 64-Jährige wurde zwar schon im August des vergangenen Jahres zur Schulleiterin bestimmt. Der Festakt zur Amtseinführung fand jedoch erst jetzt mit der offiziellen Namensgebung der Einrichtung statt: Sie heißt nun Isar-Loisach-Realschule.

Wilhelm Kürzeder, seines Zeichens Ministerialbeauftragter für die Realschulen in Oberbayern-Ost, überreichte die Urkunde persönlich an Bálint-Meikis und zitierte Friedrich Schiller: „Ein hohes Kleinod ist der gute Name“ sagte er. Wer die Bezeichnung der beiden Flüsse wähle, sei traditionsbewusst und gleichzeitig für Veränderungen aufgeschlossen. Zweiter Landrat Thomas Holz sah darin ein „geografisches Alleinstellungsmerkmal“, durch das Schülern und Lehrern ein „tieferes Zugehörigkeitsgefühl“ vermittelt werden könne. Zugleich gratulierte er Bálint-Meikis zu ihren neuen Aufgaben. „Mir gefällt Ihr Ansatz, dass Kinder der digitalen Welt standhalten und als Menschen autark bleiben sollen.“

Die neue Rektorin Antonie Bálint-Meikis. Rechts neben ihr: Konrektorin Carolin Lilienthal.

Persönliche Erinnerungen mit der Realschule verbindet der Wolfratshauser Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Sowohl er als auch seine Kinder drückten dort die Schulbank. Als ihn Bálint-Meikis im vergangenen September von der geplanten Namensänderung erzählte, sei er zunächst skeptisch gewesen. Dann aber fand der Rathauschef Gefallen an der neuen Bezeichnung. Dass sich Bálint-Meikis für Führungsaufgaben eigne, sei ihm ohnehin klar gewesen. „Was Besseres konnte dieser Schule nicht passieren“, lobte Heilinglechner.

Die Rektorin erinnerte in einer umfangreichen Rede an ihren ersten Aufenthalt in Wolfratshausen. 1981 nahm ihr Mann, ein mittlerweile pensionierter Lehrer, dort eine Stelle an. Das Paar lebte zu dieser Zeit noch in Beuerberg und zog später nach Penzberg. Von 1982 bis 1994 unterrichtete Bálint-Meikis an der Wolfratshauser Volkshochschule, später folgte eine Lehrtätigkeit in Rosenheim. „Als ich das erste Mal das Lehrerzimmer der Wolfratshauser Realschule betrat und mürrische Kollegen sah, dachte ich zuerst: Das kann ja heiter werden“, berichtete sie lachend. Ihre Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. 2007 wurde sie Zweite Konrektorin, vier Jahre später stellvertretende Schulleiterin.

Da ihre Vorgängerin Hermine Merkl ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, erscheint Bálint-Meikis aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung als logische Nachfolgerin. In ihrer Antrittsrede schreckte sie auch vor politischen Forderungen nicht zurück: „Wir brauchen mehr Lehrer und einen Ausbau der Ganztagesschulen“, glaubt die gebürtige Münchnerin. Musikalische Beiträge der Schüler und des Bläser-Ensembles der Stadtkapelle, ein Bändertanz, Grußworte des Elternbeirats, der Schülersprecher und des Personalrats sowie der kirchliche Segen des evangelischen Pfarrers Florian Gruber und ein von den Schülern angebotenes Buffet rundeten den fast dreistündigen Festakt in der Turnhalle ab.

Peter Herrmann

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