Ein Mann in einem Haus.
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Setzt sich für alternative Wohnmodelle ein: Thorsten Thane, Vorsitzender des Vereins „Einfach gemeinsam leben“.

Tiny Houses oder Mobilheime

Wolfratshauser sammelt Unterschriften für alternative Wohnformen

Für alternative Wohnmodelle wie sogenannte Tiny Houses setzt sich Thorsten Thane ein. Der Wolfratshauser hat eine Unterschriftenaktion gestartet.

Wolfratshausen – Mit einem Bürgerantrag will Thorsten Thane seiner Forderung nach alternativen Wohnmodellen wie Tiny Houses oder Mobilheime Nachdruck verleihen. Dazu sammelt der Vorsitzende des Vereins „Einfach gemeinsam leben“ derzeit Unterschriften.

„Die Stadt Wolfratshausen sieht in mobilen Kleinwohnformen eine gute Möglichkeit, um in bestimmten Bereichen zusätzlichen Wohnraum zu schaffen“, heißt es in dem Antrag. Durch die Mobilität und eine Installation der Wohneinheiten ohne Bodenversiegelung seien derartige Wohnformen „auch über kürzere Zeiträume als eine herkömmliche Immobilie an einem Standort nutzbar“. Thane schwebt eine Regelung vor, nach der es Eigentümern ungenutzter Baugrundstücke oder großer Gärten ermöglicht wird, mobile Kleinwohnformen „zur Pacht auf beispielsweise 10 oder 15 Jahre zur Verfügung zu stellen“.

Stadträte reagierten bislang laut Thane nicht

Mit der Bitte um Unterstützung hatte sich der Verein bereits im September an alle Stadtratsfraktionen gewandt. „Da sich die Fraktionen bisher entweder überhaupt nicht zurückgemeldet haben oder aber das Thema nicht aktiv angehen wollen, möchten wir unser Anliegen nun als Bürgerantrag in den Stadtrat bringen“, sagt Thane. „Mobile Kleinwohnformen können einfach und schnell zur Wohnnutzung eingesetzt werden“, nennt er einen weiteren Vorteil. „Da die Häuser vor der Anlieferung in der Regel schlüsselfertig gebaut werden, sind sie innerhalb weniger Tage angeschlossen und bezugsfertig.“ Außerdem seien neue Gemeinschaftsformen wie „Wohnen gegen Hilfe“ oder Mehrgenerationen--Projekte möglich.

Der Wolfratshauser betrachtet Tiny Houses nicht als Konkurrenz zu „dringend benötigten hochgebauten Wohneinheiten“, sondern als „weiteren Lösungsansatz im Bereich der Wohnproblematik“. Um den Bürgerantrag stellen zu können, müssen laut Thane ein Prozent der Wolfratshauser Bürger ihre Unterschrift leisten. „Wir wollen im Dezember sammeln und sind guten Mutes, rund 200 Unterschriften zusammen zu bekommen.“ (dst)

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