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Erfolgsmodell Sicherheitswacht: (v li.) Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Polizeichef Andreas Czerweny, die SIWA-Leute Andreas Thomas, Katja Jasper, Gunther Perschon und Ausbildungsleiter Klaus Hohenreiter.  

Bilanz nach einem Jahr

Wolfratshauser Sicherheitswacht: Eine Erfolgsgeschichte

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Seit einem Jahr gibt es die Sicherheitswacht in Wolfratshausen. Polizei und Stadt sind voll des Lobes über die Arbeit der vier Ehrenamtlichen - und wollen das Personal aufstocken.

Wolfratshausen – Als Wolfratshausens Sicherheitswacht (SIWA) im Dezember 2017 zu ihrem ersten Streifengang aufbrach, sprach Oberbayerns oberster Polizist Roland Kopp von „einem guten Tag“ für die Stadt. Am Freitag, also fast genau ein Jahr nach dem Debüt, zogen Polizei und Stadt Bilanz – und Andreas Czerweny kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Er müsse den Satz seines Chefs nochmals aufgreifen, sagte Wolfratshausens Dienststellenleiter, „ich finde, auch heute ist ein guter Tag. Wir sind nämlich auf einem richtig guten Weg“.

Zunächst ein paar Fakten: In dem einen Jahr absolvierten die vier unter Federführung von Oberkommissar Klaus Hohenreiter geschulten Sicherheitswachtler 147 Ausbildungsstunden, gut 31 Stunden bei SIWA-Veranstaltungen und -Werbemaßnahmen sowie 680 Einsatzstunden während ihrer 133 Streifgänge. Dabei ermahnten sie unter anderem 21 Radler, die nicht Straßenverkehrsordnungskonform unterwegs waren, wiesen Falschparker, Schlauchbootfahrer, Hundehalter und Jugendliche auf ihr Fehlverhalten hin, halfen verirrten und verwirrten älteren Menschen, verwiesen – wie sich herausstellte – organisierte Bettlerbanden des Platzes und zeigten Präsenz bei Veranstaltungen. Während ihrer Premiere auf dem Christkindlmarkt 2017 fanden die Ehrenamtlichen gleich ein verloren gegangenes Kind wieder – „ein Superstart“, wie Klaus Heilinglechner anmerkte. Doch das war nur der Auftakt einer Eloge, die der Bürgermeister sowie der Inspektionsleiter auf das Quartett hielten.

Polizei und Stadt lobten sich auch gegenseitig: Ohne die Offenheit des jeweils anderen würde es das Erfolgsmodell SIWA nicht geben, meinten Czerweny und Heilinglechner unisono. Der Rathauschef betonte, dass „viele Bürger ein Sicherheitsbedürfnis“ haben und sich „den Dorfpolizisten von damals zurückwünschen, der durch die Stadt streift“ und Präsenz zeige – eine Aufgabe, die die Polizei aufgrund ihres immer größer werdenden Aufgabenkanons nicht permanent abdecken könne. Das aber können die vier Sicherheitswachtler – Katja Jasper, Gunther Perschon, Andreas Thomas und Frederik Gester. Sie schlendern mit offenen Augen durch die Stadt und registrieren dabei Lampen, die ausgefallen sind und Sträucher, die zurückgeschnitten gehören. Für Heilinglechner sind sie der perfekte „Vermittler zwischen Polizei, dem Bürger und der Stadt. Davor ziehe ich meinen Hut.“

Czerweny betont überdies, wie „unglaublich gut“ sich die SIWA in die Polizeiinspektion integriert habe. Das reicht vom eigenen Büro und demnächst eigenen Dienstwagen, geht über die – der Polizei sehr ähnliche – neue Dienstkleidung und endet beim extrem freundschaftlichen – man ist per Du – Miteinander. „Da ist etwas unglaublich zusammengewachsen“, schwärmt der Polizeichef. Katja Jasper und Andreas Thomas können die Komplimente nur zurückgeben. Resonanz und Wertschätzung in der Dienststelle und draußen auf den Straßen sei klasse. „Wir werden begrüßt, man lächelt uns an“, freut sich Jasper. „Wir gehören inzwischen zum Stadtbild“, ergänzt Kollege Thomas.

Weil es so gut klappt, möchten Stadt und Polizei das SIWA-Personal aufstocken. „Zwei bis vier“ Verstärkungen wünscht sich Czerweny fürs kommende Jahr. Sofern sich geeignete Bewerber finden, möchte Klaus Hohenreiter bald eine neue Ausbildungsrunde starten.

Info

Wer Teil der Sicherheitswacht werden möchte, meldet sich in der Wolfratshauser Inspektion, Telefon 0 81 71/4 21 10 oder per E-Mail an pp-obs.wolfratshausen.pi@polizei.bayern.de

peb

Lesen Sie auch: Darum wird die Wolfratshauser Sicherheitswacht weitergeführt

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