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Auf Tuchfühlung: In Begleitung der Polizei nutzte die Sicherheitswacht den Christkindlmarkt, um sich und ihre Aufgaben der Bevölkerung vorzustellen.

Polizei zieht positives Fazit

Wolfratshauser Sicherheitswacht: Erster Einsatz gemeistert

Erstmals trat die Wolfratshauser Sicherheitswacht auf dem Christkindlmarkt in Erscheinung. Dort musste das Trio erst einmal Aufklärungsarbeit leisten.

Wolfratshausen – Erkennen konnte man sie an den blauen Jacken mit der weißen Aufschrift: „Sicherheitswacht“ stand in großen Buchstaben auf dem Rücken dreier besonderer Christkindlmarkt-Besucher. Erstmals gingen die Ehrenamtlichen, die zuvor eine vierwöchige Ausbildung durchlaufen hatten, auf dem Wolfratshauser Weihnachtsmarkt Streife.

Es war ein eher lockeres Warmlaufen, denn viel zu tun gab’s auf dem harmonischen Weihnachtsmarkt nicht für das Trio. „Es ist insgesamt sehr ruhig verlaufen“, bestätigt Michael Bayerlein, stellvertretender Leiter der Wolfratshauser Polizeidienststelle. Er hatte die drei Einsatzkräfte am Sonntagnachmittag auf ihrem Rundgang durch die Budengasse begleitet.

Mit falschen Vorstellungen aufgeräumt

Für die neuen Polizei-Helfer wurde das Wochenende laut Bayerlein zu „einer Art Aufklärungskampagne über ihre Arbeit“. Die drei Mitarbeiter seien mit vielen Passanten ins Gespräch gekommen: „Oftmals haben wir dann mit falschen Vorstellungen von der Sicherheitswacht aufgeräumt“, sagt der Polizei-Vize. „Manche hatten den Eindruck, das ist eine Art Bürgerwehr.“ Als die Ehrenamtlichen erklärten, sie würden nur die Augen offen halten und schauen, ob alles in Ordnung ist, „wurde das von allen, mit denen wir gesprochen haben, sehr positiv aufgenommen“.

Das hat auch Katja Jasper so wahrgenommen. Die Ickingerin ist eine der drei Sicherheitswachtler. „Wir waren im Vorfeld etwas nervös“, räumt sie ein. „Aber es gab auf dem Markt überhaupt keine kritischen Stimmen.“ Manche Besucher seien zu ihnen gekommen, „haben uns auf die Schulter geklopft und gesagt, dass sie unser Engagement gut finden“. Nach den beiden Streifgängen ist Jasper jedenfalls „mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen“. Für sie und die Kollegen sei es „wichtig gewesen, einmal die Reaktionen zu sehen“. Wo sie mit ihren Kollegen in naher Zukunft Präsenz zeigen wird, „das besprechen wir noch mit der Polizei“. Einen ersten Arbeitsauftrag bekam die Sicherheitswacht bereits auf dem Weihnachtsmarkt. Zwei Elternpaare baten um Hilfe, weil sie ihre Kinder in dem Getümmel aus den Augen verloren hatten. Das Trio in Blau konnte helfen und die Kleinen wieder zu den Eltern bringen. Es blieb der einzige Einsatz für die Freiwilligen. Auch in der Wolfratshauser Dienststelle gab es keine Meldung, die den Christkindlmarkt betraf: „Das Wochenende lief zum Glück sehr friedlich“, sagt Vize-Polizeichef Bayerlein. 

Dominik Stallein 

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