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Wolfratshauser Stadtrat fasst neue Sporthalle ins Auge

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Der ursprüngliche Plan: Die Sporthalle am Hammerschmiedweg sollte erweitert werden. Nun aber soll ein Neubau her. © sh

Die Wolfratshauser Stadträte halten die Aufstockung der Dreifachturnhalle am Hammerschmiedweg aus wirtschaftlichen Gründen für nicht zielführend. Stattdessen fassen sie konkret den Neubau einer Sportstätte ins Auge.

Wolfratshausen – Der Stadtrat macht einen weiteren Schritt hin zum Neubau einer Turnhalle. Wie berichtet pochen die Sportvereine in der Loisachstadt seit geraumer Zeit auf mehr Hallenkapazitäten für Handballer und Turner sowie für die Volleyball- und Fußballabteilungen. In der Stadtratssitzung am Dienstag bekannte sich das Gremium mit großer Mehrheit zu diesem Vorhaben – und lehnte eine Erweiterung der bestehenden Dreifachturnhalle am Hammerschmiedweg einstimmig ab.

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„Wir wollen mehr Hallenflächen“, so der SPD-Sprecher Fritz Meixner

Die Räte hatten zu entscheiden, ob im Zuge der Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule auch die Dreifachturnhalle um ein weiteres Hallenteil aufgestockt werden soll – ebenerdig oder auf die Umkleiden aufgesattelt. Kostenpunkt: zwischen 4,7 und 5,8 Millionen Euro.

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Günther Eibl,  CSU-Fraktionschef, brachte den Stein ins Rollen.

CSU-Fraktionschef Günther Eibl hatte wie berichtet bereits Anfang Juni die Stadtverwaltung gebeten, auch die voraussichtlichen Kosten eines kompletten Neubaus einer Halle zu prüfen. Er rechnet mit zehn bis zwölf Millionen Euro, die die Kommune investieren müsste. Die Experten im Rathaus kamen zum selben Ergebnis.

Eibl erneuerte am Dienstag seine Forderung: „Wir brauchen definitiv eine weitere Halle.“ Die im Gremium anklingende Idee, ob es nicht auch mit einer Zweifachhalle getan sei, lehnte er ab: „Darin können keine Punktspiele oder Wettbewerbe stattfinden.“ In Geretsried hatte es eine ähnliche Diskussion gegeben. War am dortigen Schulzentrum zunächst eine Zweifachturnhalle geplant, wird nun eine Halle mit drei Segmenten gebaut. Auch in diesem Fall – Vorhabensträger ist der Landkreis – hatte es Druck aus den Vereinen gegeben. Den Ausschlag für die Entscheidung gaben allerdings gestiegene Schülerzahlen. „Wir sollten trotzdem aus dem Fehler anderer Städte und dem Aufschrei aller Vereine etwas lernen“, meinte Claudia Drexl-Weile zur Debatte in der Nachbarstadt.

Damit stellte sich die CSU-Stadträtin gegen einen Vorschlag der Schule St. Matthias in Waldram. Die Schulleitung hatte sich im Vorfeld der Sitzung beim Rathauschef gemeldet. Man könnte sich den Neubau einer Sporthalle auf einer Fläche der Schule vorstellen. Das Erzbischöfliche Ordinariat prüfe derzeit, in welcher Form diese Idee zu realisieren sei. „Dort könnte aber voraussichtlich nur eine Zweifachturnhalle entstehen“, erklärte Rathauschef Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung). Der Stadtrat entschied sich, diese Idee zumindest in die weiteren Überlegungen aufzunehmen. Wie diese aussehen sollen, skizzierte SPD-Fraktionschef Fritz Meixner: Zuerst solle der Stadtrat einen Grundsatzbeschluss fassen. Dann soll eine Prüfung ergeben, an welchem Standort und in welcher Größe eine Turnhalle entstehen könnte. Klar sei: „Wir wollen mehr Hallenflächen.“

Wenn es nach den Sportvereinen der Loisachstadt geht, muss eine zusätzliche Dreifachturnhalle her. Der Vorsitzende des TSV Wolfratshausen, Alfred Barth, hatte im Interview mit unserer Zeitung betont: „Die Sportvereine sind am Anschlag.“ Die aktuelle Hallensituation sei „unerträglich“.

dst

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