1. Startseite
  2. Lokales
  3. Geretsried-Wolfratshausen
  4. Wolfratshausen

Stadtrat sagt Ja zu neuer Sporthalle

Erstellt:

Kommentare

null
Einer der möglichen Standorte der neuen Dreifach-Turnhalle könnte der Platz neben der alten sein. © Archiv

Die dringend benötigte neue Sporthalle wird kommen. Das entschieden die Stadtoberen in der Weihnachtssitzung.

Wolfratshausen – Der Stadtrat zieht in puncto Sporthalle an einem Strang: In der Weihnachtssitzung fasste das Gremium einstimmig einen Grundsatzbeschluss zum Neubau einer weiteren Turnhalle in der Loisachstadt. Die Sprecher aller vier Stadtratsfraktionen – CSU, Bürgervereinigung, SPD und Grüne – hatten den Antrag gemeinsam eingereicht.

Beschlossen wurde, dass der Stadtkämmerer „die Errichtung einer Turnhalle, vorrangig eine Dreifachturnhalle, im Rahmen der Haushaltsberatung 2020 in den Investitionsplan“ aufnimmt. Der Bürgermeister wurde darüber hinaus beauftragt, „geeignete Standorte im Stadtgebiet zu finden“, die hinsichtlich der Umsetzbarkeit einer solchen Baumaßnahme überprüft werden sollen. Konkret sind zwei Areale im Gespräch, die in Frage kommen. Neben der seit 1977 bestehenden Dreifachturnhalle an der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg, die generalsaniert und erweitert werden soll, könnte eine Dreifachturnhalle entstehen. Auch das Gymnasium St. Matthias in Waldram hat der Kommune eine Fläche auf dem Schulgelände zur Errichtung einer Halle angeboten. Hier scheint aber lediglich eine Zweifachhalle realisierbar. Derzeit laufen Gespräche zwischen Kommune und Erzdiözese.

Der Grundsatzbeschluss könnte für die Sportvereine in der Loisachstadt ein Licht am Ende des Tunnels bedeuten. Wie berichtet ist die Hallensituation in der Kommune äußerst angespannt. Die Indoor-Sportflächen in der Loisachstadt, sowohl die städtischen als auch die Zweifachturnhalle an der Realschule, die dem Landkreis gehört, sind nahezu rund um die Uhr belegt. Die üblichen Trainingszeiten zwischen 16 und 21 Uhr sind restlos vergriffen. Insbesondere der 1. FC Weidach und der TSV Wolfratshausen monierten diesen Zustand mehrfach – und mahnten öffentlich an, dass die Vereine mehr Möglichkeiten benötigen, in Turnhallen trainieren zu können. Für den laufenden Winterbetrieb haben die Vereine zwar in einer gemeinschaftlichen Kommission eine Lösung gefunden, TSV-Chef Alfred Barth sprach in diesem Zusammenhang auf einer Veranstaltung der FDP Wolfratshausen kürzlich allerdings von einem „Burgfrieden“. Der könnte schon im kommenden Jahr wieder gekippt werden. Barth: „Dann herrscht wieder Krieg unter den Vereinen um die Hallenzeiten.“

Zum selben Thema: Wolfratshauser Stadtrat fasst neue Sporthalle ins Auge

„Mittlerweile haben die Turnabteilung des TSV Wolfratshausen und die Handballspielgemeinschaft (HSG) Isar-Loisach im Nachwuchsbereich einen Aufnahmestopp verfügt“, betonten Günther Eibl (CSU), Fritz Meixner (SPD), Dr. Hans Schmidt (Grüne) und Josef Praller (Bürgervereinigung) in ihrem Antrag.

Fasse der Stadtrat einen Hallenneubau konkret ins Auge, sei das „ein positives Signal dafür, dass sich die Stadt nachhaltig und zukunftsorientiert für seine Sportvereine einsetzt“. Die Räte betonen in ihrem Antrag den „sehr hohen Anteil an Sportbegeisterten“ in der Kommune. Etwa 7000 von rund 19 000 Wolfratshausern gehen als Vereinsmitglieder einem sportlichen Hobby nach.

dst

Lesen Sie auch: Neue Sporthalle in Wolfratshausen: Jetzt machen vier Vereine ernst

Auch interessant

Kommentare