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Mit reichlich Applaus belohnt: Die Akteure der Loisachtaler Bauernbühne bekamen nach dem Derblecken beim Starkbierfest in der Loisachhalle viel Lob – Stadtrat Helmut Forster dagegen spart nicht mit Kritik.

Ex-Bürgermeister Forster ist empört

Wolfratshauser Starkbierfest hat Nachspiel: „Billige Effekthascherei“

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„Billige Effekthascherei“ und eine Verletzung der Menschenwürde: Die Wolfratshauser Liste reagiert empört aufs Derblecken der Loisachtaler Bauernbühne.

Wolfratshausen – Gut eine Woche ist seit dem Starkbierfest in der Loisachhalle verstrichen (wir berichteten), doch Stadtrat Helmut Forster ist nachhaltig empört. Der Ex-Bürgermeister, Noch-Mitglied der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) und Stadtratskandidat der Wolfratshauser Liste, wirft der Loisachtaler Bauernbühne „billige Effekthascherei“ vor. Er sieht sich von den Laienschauspielern als Buhmann abgestempelt.

Forster machte seinem Ärger bei einer Wahlkampfveranstaltung der Wolfratshauser Liste am Donnerstagabend im Gasthaus Löwenbräu Luft. Ja, es gebe „unüberbrückbare Differenzen“ zwischen ihm und Rathauschef Klaus Heilinglechner (BVW). Diese Tatsache hätte ihn, Forster, letztlich dazu bewogen, der BVW den Rücken zu kehren. Dass die LBB dieses „zwischenmenschliche Problem“ mit „zynischen Aussagen“ beim Starkbierfest zum Thema gemacht habe, ist in Forsters Augen „nicht lustig“. Vor allem, weil die Schauspieler der Bauernbühne die wahren Gründe für das Zerwürfnis zwischen dem Ex-Bürgermeister und seinem politischen Ziehsohn und Amtsnachfolger nicht kennen würden. Forster hielt sich auch am Donnerstag bedeckt. Er habe Heilinglechner sowie den BVW-Vorstand in einem persönlichen Gespräch im Herbst vergangenen Jahres über seine Entscheidung informiert. Über den Inhalt dieses Gesprächs habe man Stillschweigen vereinbart.

Forster: „Das stimmt so nicht.“

Beim Starkbierfest habe die LBB den Eindruck vermittelt, dass er die ihm von Heilinglechner gereichte Hand nicht ergriffen habe, um den schwelenden Konflikt beizulegen, so Forster. „Das stimmt so nicht“, betonte der 72-Jährige. „Wenn die wüssten, was Heilinglechner in dem vertraulichen Gespräch zu mir gesagt hat“, ergänzte Forster, ohne ins Detail zu gehen. Zudem habe ja auch Heilinglechner erklärt, dass das Tischtuch zwischen ihnen beiden zerschnitten sei. „Es gab also gar keine Veranlassung für weitere Gespräche.“

Steckermaier sieht Würde des Menschen verletzt

Dass Forster beim Derblecken als „Abtrünniger“ bezeichnet wurde und Fotos  von ihm sowie anderen Stadträten, die das politische Lager gewechselt haben, auf der Bühne zerrissen worden sind, ging Sibylle Steckermaier, Stadtratskandidatin der Liste WOR, zu weit. Sie erinnerte daran, dass die Würde des Menschen unantastbar sei. „Witzchen“, bei denen „Menschen vor aller Augen bildhaft zerrissen werden“, gehen für Steckermaier „weit unter die Gürtellinie“. Sie mahnte zur gegenseitigen Achtung und vertrat die Meinung, dass hinterfragt werden müsse, ob ein Starkbierfest in der Kommunalwahlzeit stattfinden müsse.cce

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