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Surfen wie auf dem Eisbach in München: Von der in Wolfratshausen geplanten Surfwelle in Weidach hält Bürgermeisterkandidat Richard Kugler (Wolfratshauser Liste) nichts.

Wahlkampfveranstaltung im Stadtteil Weidach

Wolfratshauser Surfwelle: Bürgermeister-Kandidat Kugler bekräftigt sein Nein

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Richard Kugler, Bürgermeisterkandidat der Liste WOR, sagt Nein zur Surfwelle. Dem Rathauschef wirft er vor, in puncto Investitionskosten unehrlich zu sein.

Wolfratshausen – Für die Mitglieder der Wolfratshauser Liste um ihren Bürgermeisterkandidaten Richard Kugler war es ein Heimspiel: Im Gasthof Grüner Baum in Weidach erteilte die erst vor wenigen Wochen gegründete politische Gruppierung der geplanten künstlichen Surfwelle erneut eine kategorische Absage. Das Projekt soll in Weidach verwirklicht werden.

Vorhaben kostet 800.000 Euro

800 000 Euro will das Gros des Stadtrats in das Vorhaben investieren, maximal 400 000 Euro kommen aus dem Stadtsäckel. Den Rest finanzieren die Europäische Union (rund 270 000 Euro aus dem Leader-Programm) sowie der Verein „Surfing Wolfratshausen“ dank eingesammelter Spenden in Höhe von zirka 125 000 Euro. Aber: Kugler traut dem Braten nicht. „Zu Beginn hieß es, die Surfwelle kostet 150 000 Euro, da war ich dabei.“ Dann habe der Stadtrat „keine Informationen mehr bekommen“, sondern sei nur über Kostensteigerungen in Kenntnis gesetzt worden. Schon lange, bevor die 800 000 Euro aufgerufen wurden, sagte Kugler Stopp, nichts geht mehr.

Für den Bürgermeisterkandidaten der Liste WOR „passen viele Parameter nicht“: die Verkehrszunahme, keine Parkplätze, Probleme mit dem angrenzenden Flößerbetrieb. Nicht zu vergessen: Für den Bau der Wellen müssten „Tonnen von Erdreich bewegt werden“ und Arbeitsgeräte würden „Hunderte Liter Sprit fressen“. Ein Umweltfrevel, der in Wolfratshausen („der Stadtrat hat ja den Klimanotstand ausgerufen“) nicht stattfinden dürfe.

Kosten für WC-Anlage „wurden versteckt“

Kugler warf Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) – ohne dessen Namen zu nennen – Unehrlichkeit vor. Denn: „Die 120 000 Euro für eine WC-Anlage wurden hinter einer anderen Kostenstelle versteckt.“ Die sanitären Einrichtungen seien jedoch in direktem Zusammenhang mit der Surfwelle zu betrachten – die 120 000 Euro müssten also noch zur Gesamtinvestition addiert werden.

„Kein Geld“ für die Breitensportler in der Loisachstadt, aber „für 25 bis 50 Surfer in Wolfratshausen“ eine künstliche Welle bauen: Kommt nicht in Frage, so Kugler. Ein Dankeschön gebühre dem Aktionsbündnis gegen die Surfwelle: „Ihr habt den Weidachern eine Stimme gegeben.“  cce

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