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Kommt sie oder kommt sie nicht? Auf einem Seitenarm der Loisach in Weidach soll die Surfwelle entstehen. Das Foto entstand im Mai 2018 bei einem Ortstermin. 

Stadtrat tagt am kommenden Dienstag

Wolfratshauser Surfwelle: Die Entscheidung rückt näher

Hebt oder senkt der Stadtrat den Daumen für das ehrgeizige Surfwellen-Projekt? Die Frage wird sich wohl bald entscheiden. Am kommenden Dienstag soll eine Entscheidung fallen. 

Wolfratshausen – Still war es zuletzt um die in Wolfratshausen geplante Surfwelle. Nun kommt wieder Bewegung in die Sache. Das zeigt sich nicht nur an einer Welle von Leserbriefen, die unsere Zeitung von den Befürwortern des Projekts erreicht. Nächsten Dienstag steht das Thema auf der Tagesordnung des Stadtrats.

Wie berichtet steht das Projekt noch auf wackeligen Beinen. Der Stadtrat hat seinen Zuschuss gedeckelt: Mehr als 400 000 Euro will die Kommune nicht für den Bau der Sportanlage ausgeben. Außerdem verlangt die Mehrheit der Stadträte „unterschriftsreife Verträge“ mit allen Beteiligten, bevor das Gremium den Daumen endgültig hebt oder senkt.

Diese Entscheidung soll am Dienstag, 18. Juni, fallen. Dann werden dem Stadtrat öffentlich die Verträge mit dem Kraftwerksbetreiber, dem Verein „Surfing Wolfratshausen“ und dem Freistaat Bayern vorgelegt. Das Gremium muss diesen zustimmen, damit das Projekt eine Zukunft hat. „Die Verträge werden derzeit ausgehandelt“, erklärt Bürgermeister Klaus Heilinglechner auf Nachfrage unserer Zeitung. Er könne öffentlich noch keine Zwischenmeldung zum Stand der Dinge geben, „die Stadträte wurden aber einmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf den aktuellen Stand gebracht“.

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Bis zur Sitzung am Dienstag müssen die Verhandlungen abgeschlossen sein, denn eine spätere Entscheidung sei kaum möglich. „Wir müssen die Unterlagen an das Wasserwirtschaftsamt weitergeben, um die wasserrechtliche Genehmigung zu erhalten“, sagt der Rathauschef. Diese Genehmigung muss wiederum bis Mitte September im Rathaus sein. Dann müssen die Unterlagen an die Leader-Lenkungsgruppe im Landkreis weitergegeben werden, die 335 000 Euro an EU-Fördermitteln in Aussicht gestellt hat.

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Diese Mittel sind dringend notwendig, weil sich die erwarteten Kosten von ursprünglich 400 000 Euro inzwischen nahezu verdoppelt haben. „Zur Finanzierung des Projekts kann ich nicht viel sagen“, erklärt Heilinglechner. Er verrät lediglich, dass die Kommune inzwischen ein „ziemlich fixes Angebot“ für die Konstruktion habe – „das sind etwa 30 Prozent der gesamten Maßnahme“.

Der Verein „Surfing Wolfratshausen“, der bereits über 60 000 Euro Eigenmittel aufgetrieben hat, arbeitet „emsig daran, noch zusätzliches Geld aufzutreiben“. Wie die Vorsitzende Stefanie Kastner erklärt, habe der Verein vor wenigen Wochen eine große Party in der Loisachhalle veranstaltet. Dabei kamen etwa 2000 Euro zusammen. Der Blick der Ehrenamtlichen richtet sich inzwischen schon darauf, wie man die jährlichen Betriebskosten stemmen kann, wenn die Welle wirklich gebaut werden sollte. „Da gibt es schon einige Ideen“, sagt Kastner. Bekannt ist bislang, dass für die Nutzung der Anlage ein Beitrag verlangt werden soll, um die Kosten zu schultern.  Dominik Stallein

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