+
Startschuss: Der Unternehmenssitz der Weber Schraubautomaten GmbH im Wolfratshauser Gewerbegebiet wird erweitert. Zum Auftakt der zweijährigen Arbeiten griffen (v. li.) Manfred Kronbichler, Falk Hartmann, Christian Weber mit Tochter, Karl-Heinz Weber, Thomas Weber sowie Geschäftsführer Karl Bujnowski zum Spaten.

Wirtschaft

Wolfratshauser Unternehmen will weiter in der Weltliga spielen

  • Carl-Christian Eick
    VonCarl-Christian Eick
    schließen

Global Player Schraubautomaten Weber baut seinen Firmensitz im Wolfratshauser Gewerbegebiet aus.

Wolfratshausen Nach dem einstimmigen Ja des Bauausschusses im Juli vergangenen Jahres macht die Firma Schraubautomaten Weber nun Nägel mit Köpfen. Der Firmensitz des 1956 gegründeten Unternehmens, das zu den Marktführern im Bereich der Entwicklung und Herstellung von Maschinen und Anlagen zur Automatisierung von Verbindungs- und Fügeprozessen zählt, wird ausgebaut. Am Hans-Urmiller-Ring 56 im Wolfratshauser Gewerbegebiet entsteht im Zuge der Arbeiten ein neues Parkhaus.

„Der Spatenstich ist ein besonderer Tag, weil damit für alle sichtbar wird, dass es unser Unternehmen ernst meint mit der Zukunft und dem Standort Wolfratshausen“, sagte Weber-Geschäftsführer Karl Bujnowski vor wenigen Tagen im Beisein von Landrat Josef Niedermaier und Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Bujnowski rechnet damit, dass die Erweiterungs- und Modernisierungsarbeiten in zwei Jahren abgeschlossen sind: „Dann werden wir noch leistungsfähiger, flexibler und damit erfolgreicher sein können. Das ist gut für den Betrieb und nicht zuletzt auch ein Gewinn für die Stadt und die Region.“

Bis 2021 wird der bestehende, zweigeschossige Verwaltungsbau um zwei Etagen aufgestockt sowie durch einen viergeschossigen Anbau verlängert. Darüber hinaus wird die Produktionshalle von 3100 Quadratmeter auf 5600 Quadratmeter vergrößert. Jährlich verlassen laut Firmenangaben mehr als 1200 Maschinen und Systeme die Fertigungsstätten. Um alle Kundenwünsche zu erfüllen, reicht die bestehende Montagehalle nicht aus.

Gemäß Baugenehmigung wird anstelle des vorhandenen Parkplatzes im nördlichen Teil des Grundstücks ein neues, viergeschossiges Parkhaus mit einer fünften, offenen Parkebene auf dem Dach errichtet. Es bietet Platz für mehr als 200 Autos sowie knapp 60 Fahrräder – und verfügt über Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Der Bau des Parkhauses im Gewerbegebiet wurde im Fachausschuss der Kommune ausdrücklich gelobt: „Wir begrüßen es sehr, dass ein international agierendes Unternehmen eine für unsere Stadt optimale Lösung gesucht hat“, sagte CSU-Fraktionssprecher Günther Eibl. „Sehr löblich“, pflichtete ihm der Fraktionsvorsitzende der Bürgervereinigung, Josef Praller, bei. „Andere brauchen länger für ein Parkhaus“, merkte Praller an. Wie berichtet beschloss der Stadtrat 2012 den Bau eines Parkhauses auf dem Hatzplatz, das es bis auf den Tag nicht gibt.

290 Frauen und Männer beschäftigt Schraubautomaten Weber in der Flößerstadt, dazu kommen rund 100 Mitarbeiter weltweit, so Unternehmenssprecher Michael Steidl. „Ich danke allen, die dieses ehrgeizige Projekt ermöglicht haben – vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Grundlagen für den ökonomischen Erfolg von Weber schaffen“, sagte Geschäftsführer beim Spatenstich sowie der symbolischen Grundsteinlegung. „Mit diesem kleinen Spatenstich schaffen wir die Perspektiven dafür, dass die Weber Schraubautomaten GmbH auch künftig ganz vorn in der Weltliga der Automatisierung mitspielen wird.“

cce

Lesen Sie auch: Aus „Sie“ wird „Du“: Wie Behörden im Landkreis mit der Kumpel-Anrede umgehen

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare