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Stemmten 2015 gemeinsam das Volksfest mit Zelt: Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Mi.), Flößerei-Wirt Dominik Tabak (re.) und Marktmeister Peter Steinberger. 2016 wird unter freiem Himmel gefeiert.

Zu hohe Kosten, zu hohes Risiko

Wolfratshauser Volksfest heuer ohne Zelt

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Wolfratshausen – Vom 3. bis 12. Juni ist wieder Volksfest an der Loisach. Die wichtigste und vielleicht schmerzhafteste Neuerung: Anders als im Vorjahr gibt es heuer kein Festzelt.

Die Stimmung war prächtig, als Bürgermeister Klaus Heilinglechner vor etwas mehr als einem Jahr das erste Fass Bier anzapfte, dann zum Taktstock griff und die Münsinger Musikkapelle dirigierte. Was zu einer möglichst langen Tradition werden sollte, ist ein Jahr später der Ernüchterung gewichen. Wie Peter Steinberger, Marktmeister der Stadt Wolfratshausen, auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt, gibt es bei der Neuauflage Anfang Juni zwar erstmals einen Stand mit Steckerlfisch und anderen Schmankerln aus dem Meer sowie den Bayernlift, ein rasantes, aber immer noch kinder- und jugendfreundliches Fahrgeschäft. Anders als 2015 wird heuer auf dem Parkplatz vor der Loisachhalle jedoch kein Festzelt aufgebaut. „Es hat sich einfach nicht gerechnet“, sagt Steinberger.

Betrieben hatte das rund 300 Personen fassende Zelt Flößerei-Wirt Dominik-Tabak. Die Maß Bier kostete erschwingliche 6,80 Euro, zu essen gab es unter anderem Schweinebraten mit Kartoffelsalat, Rindergulasch mit Semmelknödel, Obazda und Apfelstrudel. Im Lauf der Festwoche spielten neben den Münsinger Musikern unter anderem die „G-mahde Wiesn“, „Williams Wetsox“ und das „Enno Strauß Duo“. Auch der Seniorennachmittag fand im Zelt statt. Weil im Vorfeld niemand wusste, wie gut die Wolfratshauser dieses Angebot annehmen würden und um dem Flößerei-Wirt eventuelle finanzielle Sorgen zu nehmen, übernahm die Stadt die Kosten dafür. Laut Steinberger „ist man da schnell bei 5000 Euro“, schließlich brauche man wegen des Untergrunds ein Zelt mit Schwerlastboden. Die weiteren Kosten, etwa für die Bands und den Sicherheitsdienst, hätten sich Stadt und Dominik Tabak geteilt. Leider, sagt Steinberger, sei das Zelt nur an drei Tagen richtig gut besucht gewesen, einer war der Seniorennachmittag. Angesichts der hohen Kosten „können wir das dieses Jahr nicht mehr stemmen“.

Dominik Tabak bestätigt das. „Es stimmt, es hat sich nicht gerechnet“, sagt der Wirt. Und auf eigene Kosten werde er definitiv kein Festzelt betreiben. Für weitere Details verweist er an Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Am Volksfest beteiligen will sich Tabak dennoch. Wenn schon nicht im Zelt, so will er wenigstens an zwei oder drei Tagen Live-Musik in seinem Biergarten anbieten.

Rathauschef Heilinglechner hat eine Stellungnahme angekündigt. Bis Redaktionsschluss lag diese aber nicht vor.

Lesen Sie auch: "Gute Idee, früh gescheitert": Kommentar unseres Redakteurs zur Entscheidung

fla

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