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Wirkungsvolle und wohlklingende Darstellung: Für das Konzert der städtischen Musikschule in der Loisachhalle hatten sich die Kinder extra ein Weihnachtsspiel ausgedacht. 

Städtische Musikschule lockt Zuhörer

Wolfratshauser Weihnachtskonzert steigert die Lebensfreude

Komplett gefüllt waren die Stuhlreihen beim Weihnachtskonzert der Wolfratshauser Musikschule. Die Zuhörer freuten sich über traditionelle Weihnachtslieder in feierlicher Atmosphäre.

Wolfratshausen – In A-Dur – der Tonart, die für gesteigerte Lebensfreude steht – heißt das Jugendorchester sein Publikum zum großen Weihnachtskonzert der städtischen Musikschule willkommen. Es spielt eine Suite von Georg Philipp Telemann. Die Stuhlreihen der Loisachhalle sind komplett gefüllt. Deshalb stehen einige Eltern am Rand, um sich den Auftritt ihres Zöglings nicht entgehen zu lassen. Das Konzert stellt für die Kinder eine Möglichkeit dar, lange geübte Musikstücke und Lieder vor Zuhörern zu präsentieren.

Beim Auftritt der Bläserklasse der Realschule Wolfratshausen glitzern Saxophone, Querflöten und Trompeten im Licht und verstärken so die feierliche Atmosphäre, die die traditionellen Weihnachtslieder vermitteln. Der Beitrag des Gitarrenorchesters überrascht mit kräftigen Klängen, die man von dem sonst so zart klingenden Instrument gar nicht gewöhnt ist. Die Menge macht’s, auf der Bühne sitzen die Musiker in mehreren Reihen.

Für den Höhepunkt sorgt der Kinderchor – mit einem selbst ausgedachten Weihnachtsspiel. Yoshihisa Kinoshita beschreibt die Entstehung als eine kreative Explosion: „Am Ende wurde es schon etwas schwierig, all die Ideen unter einen Hut zu bringen“, räumte der Chorleiter ein. Die Aussage des Stücks: gegen Aggression und Ausgrenzung, für ein friedliches, gemeinsames Weihnachtsfest. Die Darstellung ist ebenso wirkungsvoll wie wohlklingend. Zu den „Schauspielern“ aus den fünften und sechsten Klassen stellen sich die Jüngeren dazu. Es erklingt aus allen Kinderkehlen ein südafrikanischen Weihnachtslied.

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Im Kontrast zum bunten Treiben auf der Bühne tritt nun in einem sehr geordneten Auf- und Abgang der Jugendkammerchor Wolfratshausen auf. Weihnachtliche Klassiker wie „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ erfreuen vor allem die ältere Generation der Konzertbesucher.

Für Neugierde sorgt Musikschulleiter Manfred Heller, als er für das Programm der nachfolgenden Saxophonduette eine Überraschung ankündigt. Tatsächlich greift Kinoshita zum Mikrofon, den man sonst nur als Chorleiter dirigieren sieht, und singt „White Christmas“ von Irving Berlin, was das Publikum mit tosendem Applaus quittiert.

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Den Abschluss des Abends macht die Erwachsenen-Bigband. Sie nutzt die Gelegenheit, einen Weihnachtswunsch auszusprechen: Mehr Mitglieder, vor allem an Trompete, Posaune und Gitarre. Dann könne man endlich in der eigentlich üblichen Besetzung spielen.Während dieser Beiträgen lohnt sich der Blick ins Publikum. Fasziniert verfolgen einige Kinder die Armbewegungen des Dirigenten und versuchen, diese zu imitieren.  lm

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