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Strahlende Gesichter: Walter Stehlig feiert seinen 95., Bürgermeister Klaus Heilinglechner gratuliert. 

Jubilar war 72 Jahre verheiratet

Wolfratshauser wird 95 - so hält sich der Jubilar jung

Feierstimmung herrschte kürzlich im Seniorenwohnpark in Wolfratshausen: Dort feierte Walter Stehlig seinen 95. Geburtstag - auch der Rathauschef gratulierte. 

Wolfratshausen – 95 Jahre alt wird man nicht alle Tage. Da wundert es nicht, dass im ersten Stock des Seniorenwohnparks am Moosbauerweg am Mittwoch alle Bewohner ein Glas Sekt und ein Stück Kuchen bekamen. Gemeinsam feierten sie den 95. Geburtstag von Walter Stehlig und warteten gespannt auf Bürgermeister Klaus Heilinglechner, der persönlich im Namen der Stadt gratulierte.

Kurz vor dem Rathauschef traf eine Gruppe Vorschulkinder vom evangelischen Kindergarten an der Wettersteinstraße ein. „Das ist eine große Überraschung“, freute sich Stehlig, als ihm die Kinder nacheinander die Hand reichten. Heilinglechner wartete derweil geduldig, bevor er dem 95-Jährigen das Geschenk der Kommune überreichte. Als die Mädchen und Buben ein Geburtstagslied sangen, stimmte der Jubilar begeistert mit ein.

Stehlig stammt aus der Stadt Mährisch Trübau (heute Tschechien), aus der seine Familie während des Zweiten Weltkriegs fliehen musste. In dem sepiafarbenen Foto von seiner Frau, das er bei sich trägt, ist ein kleiner Riss: „Der ist von einem Granatensplitter“, berichtet er. In seinem Berufsleben hat Stehlig in Norddeutschland Umspannwerke geleitet und war als Sicherheitsbeauftragter tätig. „Die Schlüssel habe ich mit 87 Jahren abgegeben“, erzählt er. Die Beschäftigung und der Kontakt mit den Kollegen hätten ihn jung gehalten. Ebenso die sportliche Betätigung: „Ich habe Segelflug gemacht, Boxen und Langlauf.“

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Aus der Ehe mit seiner vor zwei Jahren verstorbenen Frau sind vier Kinder hervorgegangen, inzwischen hat Stehlig sieben Enkel. „72 Jahre lang war ich verheiratet“, 2016 zog Stehlig nach Wolfratshausen in den Seniorenwohnpark. Seine Enkelin Anna-Lena berichtete begeistert von den Weihnachts- und Geburtstagskarten, die ihr Opa noch immer selber malt. „Und schnitzen kann er auch“, betonte die 24-Jährige. „Letztes Jahr gab es sogar eine Ausstellung mit seinen Krippen.“  

lm

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