Ein Feuerwehreinsatz.
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„Wir sind froh, dass wir sie haben“: Dritte Bürgermeisterin Annette Heinloth dankte in der Weihnachtssitzung im Namen des Stadtrats ausdrücklich allen Einsatzkräften für ihr Engagement – und nannte als Beispiel den Dachstuhlbrand am 2. Dezember in der Wolfratshauser Altstadt.

Weihnachtssitzung des Wolfratshauser Stadtrats

Wolfratshauser Wirtschaftsreferent: Solidarität ist auch ein Wirkstoff

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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In der Weihnachtssitzung hat Stadtrat Helmut Forster an die Solidarität der Wolfratshauser appelliert. Ein dickes Dankeschön gab‘s für alle Freiwilligen und Ehrenamtlichen.

  • Auch die Weihnachtssitzung des Wolfratshauser Stadtrats musste aufgrund der Corona-Pandemie in der Loisachhalle stattfinden.
  • Wirtschaftsreferent Helmut Forster brach eine Lanze für die Gewerbetreibenden vor Ort - und nahm die Stadt in die Pflicht.
  • Alle Bürgermeister und Räte bedankten sich bei den ehrenamtlich Tätigen - allen voran bei der Feuerwehr.

Wolfratshausen – In der letzten Sitzung des Stadtrats in diesem Jahr, die aufgrund der Infektionsschutzbestimmungen in der Loisachhalle stattfand, hat der Wirtschaftsreferent des Gremiums, Helmut Forster (Liste Wolfratshausen), an die Solidarität der Wolfratshauser appelliert. Forster nahm aber auch die Stadt in die Pflicht.

Viele unserer kleineren Gewerbetreibenden stehen bereits am Limit und sind kurz vor der Aufgabe.“

Helmut Forster, Wirtschaftsreferent des Stadtrats

Die Corona-Pandemie „hat uns fest im Griff“, und er sei davon überzeugt, „dass sie uns auch im nächsten Jahr sicher noch ein weites Stück begleiten wird“, sagte der Ex-Bürgermeister. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen für viele Unternehmen müsse die Kommune noch mehr tun als bisher – „in welcher Form auch immer“, konstatierte der Wirtschaftsreferent. Forster erinnerte an die Stundung von Steuerzahlungen sowie an die Stundung von Gebühren und Mieten für städtische Liegenschaften. Aber: „Über weitere Hilfestellungen sollten und müssen wir nachdenken und möglichst schnell handeln.“ Denn: „Viele unserer kleineren Gewerbetreibenden stehen bereits am Limit und sind kurz vor der Aufgabe.“

Eine lokale Plattform „ähnlich wie bei Amazon“ schaffen

Forster schlug eine Plattform („ähnlich wie bei Amazon“) vor, auf der der örtliche Handel sein Angebot zentral präsentieren könne. „Vielleicht können wir auch unseren Werbekreis, der bereits seit Frühjahr sehr aktiv ist, für ein solches Projekt mit ins Boot holen, denn gemeinsam sind wir stärker.“

Das Coronavirus frage nicht, „wann, wo und wie es auftreten kann“, stellte der Wirtschaftsreferent fest, „es ist einfach da und breitet sich aus“. Forster appellierte mit Nachdruck an die Bürger, „die erlassenen Verhaltensmaßnahmen nicht in Frage zu stellen“, sondern sich daran zu halten, auch wenn das manchmal lästig sei „und dem einen oder anderen als nicht sinnvoll erscheint“. Bei allen, die sich in diesen Tagen wie auch immer freiwillig und ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren, bedankte sich Forster im Namen des Rats ausdrücklich.

Dickes Dankeschön an Freiwillige und Ehrenamtliche

Dritte Bürgermeisterin Annette Heinloth (Grüne) nannte stellvertretend die gut 70 Einsatzkräfte, die bei dem Dachstuhlbrand in der Altstadt vor wenigen Tagen Schlimmeres verhindert hatten (wir berichteten). „Das zeigt, wie wichtig die Feuerwehr ist“, stellte Heinloth fest, sie dankte im Namen des gesamten Stadtrats allen Einsatzkräften: „Wir sind froh, dass wir sie haben.“

Vize-Bürgermeister Günther Eibl (CSU) nutzte die Weihnachtssitzung, um den Mitarbeitern im Rathaus, in allen städtischen Einrichtungen wie dem Kinder- und Jugendförderverein sowie den Mitarbeitern in den städtischen Tochtergesellschaften wie den Stadtwerken für die Arbeit in 2020 zu danken. „Heuer haben sie alle Besonderes geleistet“, lobte Eibl. Er knüpfte an die Worte Forsters an und appellierte an die Solidarität aller Bürger: „Gemeinsam werden wir durch diese schwere Zeit kommen.“

Das Weihnachtsessen wird nachgeholt

„Ich schließe mich dem Dank meiner Vorredner ausdrücklich an“, sagte Rathauschef Klaus Heilinglechner (BVW). Er versäumte es nicht, den Stadträten und den Mitarbeitern der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit zu danken. Wie Heinloth erinnerte auch Heilinglechner, selbst Mitglied der Weidacher Wehr, an den dramatischen Dachstuhlbrand, bei dem vier Personen, darunter ein Mitglied der Wolfratshauser Feuerwehr, verletzt worden waren. Der Einsatz am Obermarkt habe unter Beweis gestellt, „dass wir gut aufgestellt sind“.

Auf das traditionelle gemeinsame Weihnachtsessen verzichtete der Stadtrat im Anschluss an die Sitzung aus bekanntem Grund. Bürgermeister Heilinglechner versprach jedoch, „dass das nachgeholt wird, sobald es geht“. Als kleine Anerkennung für die heuer geleistete Arbeit für die Kommune bekam jeder Mandatsträger das neue Buch des Badehausvereins („Lebensbilder“) vom Rathauschef ausgehändigt. (cce)

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