Übergabe: (v. re.) Dr. Hans Schmidt, Ursula Kupka, Margarethe Kochanowski, Marianne Mayr und Lucia Schmidt von der Bürgerinitiative übergaben den Unterschriften-Ordner an Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Foto: sh
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Übergabe: (v. re.) Dr. Hans Schmidt, Ursula Kupka, Margarethe Kochanowski, Marianne Mayr und Lucia Schmidt von der Bürgerinitiative übergaben den Unterschriften-Ordner an Bürgermeister Klaus Heilinglechner.

5G-Bürgerinitiative übergibt Liste mit 480 Unterschriften an Bürgermeister Klaus Heilinglechner

Wolfratshauser wollen Bürgerversammlung zum umstrittenen Mobilfunkstandard 

  • vonPeter Herrmann
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Die Bürgerinitiative (BI) Wolfratshausen zum Schutz vor Elektrosmog überreichte Rathauschef Klaus Heilinglechner eine Liste mit 480 Unterschriften. Ihr Ziel: eine außerordentlich Bürgerversammlung zum Thema 5G-Mobilfunk.

  • In Wolfratshausen regt sich Widerstand gegen die 5G-Technologie
  • Bürgerinitiative übergibt Unterschriftenliste
  • Außerordentliche Bürgerversammlung das Ziel

Wolfratshausen – Eine außerordentliche Bürgerversammlung zum Thema „Mobilfunk und 5G“ wünscht sich die „Bürgerinitiative (BI) Wolfratshausen zum Schutz vor Elektrosmog“. Zur Erreichung dieses Ziels waren 375 Unterschriften nötig. 480 sind es dank eifriger Sammler an diversen Infoständen im Stadtgebiet geworden. Einen Ordner mit den entsprechenden Adressen überreichte Dr. Hans Schmid am Mittwoch Bürgermeister Klaus Heilinglechner.

„Wir als Bürgerinitiative wollten es nicht hinnehmen, dass die Bevölkerung nur einseitig mit den angeblichen Vorzügen von 5G von der Regierung und den Mobilfunkbetreibern berieselt wird“, erklärte Schmidt. In der angestrebten Bürgerversammlung könnte die Bevölkerung objektiv von Befürwortern und Gegnern über Chancen und Risiken der neuen Technik informiert werden. Eile sei laut Schmidt geboten, denn in Wolfratshausen wurde dieser Standard sozusagen über Nacht von der Telekom quasi flächendeckend eingeführt. „Und das obwohl die Bundesregierung versprochen hatte, dass vorher eine ausführliche Information der Bevölkerung stattfinden sollte“, ärgert sich der Sprecher der BI.

Schmidt verwies auf eine aktuelle Umfrage des Mobilfunk-Branchenverbands Bitkom, wonach sich 48 Prozent der deutschen Bevölkerung gegen neue Mobilfunksender aussprechen. Die BI bittet die Stadtverwaltung nun darum, dass nach der Prüfung der Unterschriften die in der Bayerischen Gemeindeordnung festgelegten Fristen für die Einberufung einer Bürgerversammlung eingehalten werden.

Wie viele Teilnehmer unter Berücksichtigung der durch die Corona-Pandemie bedingten Hygienevorschriften zugelassen sein werden, hängt von der aktuellen Entwicklung ab. Derzeit wären 100 Besucher erlaubt. „Das kann sich aber in einigen Wochen schon wieder ändern“, sagte Schmidt. Bürgermeister Klaus Heilinglechner äußerte sich bei der Übergabe der Mappe nicht zu diesem Thema.

ph

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