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Mehrere Polizeibeamte versuchten eine um sich schlagende Wolfratshauserin zu beruhigen.

Tritte gegen Schienbein, Oberschenkel und Oberkörper

Wolfratshauserin (51) rastet im Vollrausch aus: Vier Personen verletzt

Eine 51-jährige Frau im Vollrausch hat am Donnerstagabend Sanitäter und Polizei mehrere Stunden lang auf Trab gehalten. In ihrer Wut verletzte sie vier Personen.

Wolfratshausen – Ursprünglich waren Rettungssanitäter zu der Wolfratshauserin gefahren, weil sie sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen hatte. Auf medizinische Versorgung hatte sie jedoch keine Lust – und verweigerte die Behandlung.

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Stattdessen rastete sie, als die Sanitäter bereits auf dem Rückweg waren, völlig aus. Sie hatte so heftig auf ihren 42-jährigen Lebensgefährten eingeschlagen, dass dieser sich zu den Nachbarn flüchtete. Die 59-jährige Nachbarin kassierte in der Folge eine Ohrfeige von der am Kopf verletzten Volltrunkenen. Sie verständigte die Polizei und den Rettungsdienst.

Die „gaben ihr Bestes“, erklärt Vize-Polizeichef Steffen Frühauf, um die Situation zu deeskalieren. Ohne Erfolg: „Die 51-Jährige ließ sich nicht beruhigen.“ Immer wieder wollte sie auf ihren Lebensgefährten und die Nachbarin losgehen – und wurde schließlich von den Polizeibeamten abgeführt. Dabei trat sie vehement um sich und traf dabei eine 21-jährige Polizistin an Schienbein und Oberkörper, deren 25-jähriger Streifenpartner bekam einen Tritt an den Oberschenkel ab.

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Auf der Polizeistation stellte ein Arzt fest, dass die Frau wegen ihrer Kopfverletzung nicht haftfähig sei. Sie wurde daher ins Krankenhaus gebracht und ihre Platzwunde mit mehreren Stichen genäht. „Der Transport zum Krankenhaus verlief allerdings alles andere als problemlos“, berichtet Frühauf weiter. Die Wolfratshauserin versuchte die Polizisten zu bespucken – und konnte erst von einem Mundschutz davon abgehalten werden.

Sie wurde später in die Ausnüchterungszelle gebracht, aus der sie am Freitagmorgen wieder entlassen wurde.

Die Wolfratshauserin hat sich nun wegen Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu verantworten. Für die Frau ist das nichts Neues: In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde allein sieben Mal wegen Gewaltdelikten gegen sie ermittelt. 

dst

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