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Baten zum Pressegespräch: Projektleiter Markus Gutsmiedl, XXXLutz-Unternehmenssprecher Volker Michels und Hausleiter Günther Rindt (v. li.). 

Im gewerbegebiet 

XXXLutz hält sich an Sortimentsbeschränkung

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Die Debatte ist beendet: Das künftige Möbelhaus XXXLUTZ hält sich an die geltende Sortimentsbeschränkung. Auch ein Kontakt mit dem Werbekreis besteht.

Wolfratshausen – Die Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten am ehemaligen Möbel-Mahler-Standort im Gewerbegebiet nehmen konkrete Formen an. Wie berichtet hat der Möbelriese XXXLutz den Komplex übernommen, die Österreicher haben die Genehmigung, an der Stelle ein Möbelhaus sowie eine Mömax-Filiale zu betreiben. Der konkrete Eröffnungstermin steht laut Unternehmenssprecher Volker Michels noch in den Sternen – „wenn wir uns etwas wünschen könnten, dann noch in diesem Jahr“, sagte Michels kürzlich in einem Pressegespräch.

Auch die Stadt Wolfratshausen hegt einen Wunsch, genau genommen stellte sie dem Branchenprimus eine Bedingung: Die im Gewerbegebiet geltende Sortimentsbeschränkung darf XXXLutz nicht missachten. Laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner hatten die Österreicher in Vorgesprächen mit ihm und anderen Vertretern der Kommune darauf gedrängt, dass die Sortimentsbeschränkung aufgeweicht wird – verboten ist im Gewerbegebiet primär der Verkauf von Produkten, die in der Innenstadt angeboten werden.

„Die Debatte über das Randsortiment ist erledigt“

„Die Debatte über das Randsortiment ist erledigt“, sagte XXXLutz-Sprecher Michels auf Nachfrage unserer Zeitung. Das heißt, das Unternehmen hält sich an die vom Stadtrat beschlossene Regelung. Wirtschaftsreferent Helmut Forster, der an dem Pressegespräch teilnahm, sagte zu dem Thema nichts – sein Kopfnicken darf als Beleg dafür dienen, dass die Kommune keine Zugeständnisse gemacht hat. Die geplante Verkaufsfläche wird von bislang knapp 30 000 auf insgesamt 32 500 Quadratmeter erweitert – aus diesem Grund musste das Vorhaben von der Regierung von Oberbayern landesplanerisch geprüft werden. Das Ergebnis: Die Bezirksregierung erteilte dem Projekt im Oktober vergangenen Jahres ihren Segen.

Das künftige Möbelhaus am Autobahnzubringer ist laut Pressesprecher Michels ein Vollsortimenter: „Bei uns bekommt der Kunde alles, was er braucht, um sich daheim einzurichten.“ Das Sortiment reiche „von der Bratpfanne bis zur Wohnwand“, präsentiert werden die Produkte laut Michels in 600 sogenannten Wohnkojen. In der „Spitzenzeit“ kurz vor dem Eröffnungstermin „sind hier 100 Ladenbauer an der Arbeit“, so der Unternehmenssprecher. Wie berichtet investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag in seinen neuen Standort. Wolfratshausen ist die 43. Kommune in Deutschland, in der XXXLutz seinen Markenbotschafter, einen roten Stuhl aufstellt. Allerdings nicht im wörtlichen Sinne, denn: „Wir haben hier für einen großen roten Stuhl leider keinen Platz“, räumte Projektleiter Markus Gutsmiedl am Rande des Pressegesprächs in der Flößerstadt ein.

XXXLutz will Mitglied des Werbekreises werden

Die Sortimentsbeschränkung wird respektiert – zudem ist XXXLutz nicht abgeneigt, den Einzelhändlern in der Innenstadt marketingtechnisch unter die Arme zu greifen: „Auch in vielen anderen unserer Möbelhäuser gibt es Hinweise auf Geschäfte in der jeweiligen Innenstadt“, sagte Michels. Hausleiter Günther Rindt ergänzte, dass man bereits im Kontakt mit dem Werbekreis Einkaufsstadt Wolfratshausen stehe – nach Informationen unserer Zeitung hat XXXLutz bereits signalisiert, Mitglied des Interessenverbandes werden zu wollen.

600 Parkplätze mussten die Österreicher rund um ihr neues Domizil an der Ecke Pfaffenrieder Straße/Hans-Urmiller-Ring nachweisen. Aus diesem Grund wird auf der Freifläche neben McDonald’s ein Parkhaus mit fünf Ebenen errichtet. Fassungsvermögen: 300 und ein Pkw. Baubeginn ist „im Frühjahr“, kündigte Projektleiter Gutsmiedl an.

Wirtschaftsreferent Forster erkundigte sich in diesem Zusammenhang nach dem für Nutzer kostenlosen Pendelbus, der bis Februar 2016 zwischen dem S-Bahnhof und Möbel Mahler rollte: „Wird’s den künftig wieder geben?“, fragte der Ex-Bürgermeister. Mit Brief und Siegel wollte das weder XXX-Lutz-Pressesprecher Michels noch Hausleiter Rindt zusagen. Sie versicherten Forster zunächst die „wohlwollende Prüfung“ des Anliegens.

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