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Zog schon als B-Jugend-Spieler bei der HSG Isar-Loisach die Fäden im Angriff: Michael Meyer-Ricks spielt mittlerweile beim Traditionsverein TV Großwallstadt.

Handball

Das Ziel lautet: Bundesliga

Dei HSG Isar-Loisach war sein Sprungbrett: Michael Meyer-Ricks ist beim TV Großwallstadt in der 3. Liga gelandet und will noch mehr erreichen.

Geretsried – Gibt man den Namen „Michael Meyer-Ricks“ in der Internet-Suchmaschine Google ein, erscheint als erster Eintrag ein Zeitungsartikel. Der Titel: „Ein wahres Handballfest“. Im Vorspann ist die Rede von Michael Meyer-Ricks, Jugendspieler der HSG Isar-Loisach. „Für seine 14 Tore reichte die Spalte des Spielberichtsbogens nicht aus“, heißt es da. Solche Leistungen waren für den 17-Jährigen im Trikot der HSG keine Seltenheit.

Schon als B-Jugendspieler war er eine tragende Säule für die älteren Spieler in der Mannschaft, die in Bayerns höchster Spielklasse antrat. Andere Vereine wurden auf Meyer-Ricks aufmerksam, im vergangenen Sommer nahm er ein Angebot des TV Großwallstadt an.

Der traditionsreiche fränkische Verein spielt in der Dritten Liga. Dort wirft der Geretsrieder nun in der A-Jugend, wohnt im Internat des Klubs. Jugendkoordinator, Physiotherapeut, Ärzteteam – für Meyer-Ricks war vieles neu. „Ich habe mich aber gut eingelebt und viele neue Leute kennengelernt, mit denen ich mich sehr gut verstehe.“ Das Internat ist direkt neben der Sporthalle. Nach der Schule steht ab 16 Uhr meist Training an.

In seiner sportlichen Heimat in Geretsried und Wolfratshausen war Meyer-Ricks als Führungsspieler bekannt. Über den Rückraum zog er die Fäden im Angriff und war für sein Team auch dann erfolgreich, wenn die Mitspieler mal schwächelten. Mit seinen Eins-gegen-Eins-Bewegungen oder Rückraumwürfen konnte sich Meyer-Ricks auch mit Einzelaktionen durchsetzen.

Die Talente des TV Großwallstadt – dazu zählt Meyer-Ricks nun – müssen viel aufwenden, die meisten haben einen großen Traum: Profi-Handball. „Natürlich erhoffe ich mir den Sprung zu den Profis“, sagte Meyer-Ricks im Interview für das aktuelle Saisonheft der HSG Isar-Loisach. „Mein Ziel ist es, einmal in der ersten oder zweiten Bundesliga zu spielen.“

So offensiv formulieren es auch die Vereinsverantwortlichen auf der Webseite der Jugend des TV Großwallstadt: „Wir wollen immer besser werden, wollen in naher Zukunft den Sprung ins Profigeschäft der Handball-Bundesliga schaffen. Doch wir wissen, dass dies nicht allen von uns gelingen wird.“

Meyer-Ricks verfolgt sein Ziel. Ohne die HSG Isar-Loisach wäre er allerdings nicht so weit gekommen, wie er betont. HSG-Jugendtrainerin Ulrike Newel etwa habe ihn maßgeblich geprägt. Newel selbst sagt über ihn: „Er ist sehr ehrgeizig und hat das Glück, zudem noch talentiert zu sein.“ Die Erfolge in der HSG-Jugend haben Meyer-Ricks geholfen, wie er sagt. „Da fallen mir die vier Landesligameistertitel ein oder die Erfahrung in der Bayernliga.“

Es fiel dem Jugendspieler nicht leicht, die sportliche und familiäre Heimat zu verlassen. In Großwallstadt kann Meyer-Ricks allerdings nach größeren Erfolgen streben. Wie es bislang für ihn läuft? „Ich habe im Moment viele Einsatzzeiten“, berichtet er, „pro Spiel mindestens 30 Minuten.“ Auch für das Team insgesamt laufe es gut. „Wir haben gute Chancen, oben in der Tabelle mitzuspielen, sogar Erster zu werden.“ Meyer-Ricks, der bei allem Talent stets viel investiert, weiß aber: „Das verlangt uns noch viel Arbeit ab.“ Und irgendwann möchte er bei der Google-Suche seinen Namen in Verbindung mit Wort „Bundesliga“ lesen.  red

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