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Die besten Zitate vom Wolfratshauser Amtsgericht aus dem Verhandlungsjahr 2015. Heute: Teil vier (von vier).

Lustig, skurril, zum Nachdenken

Teil 4 der besten Zitate vom Wolfratshauser Gericht

Wolfratshausen - Was hat eine Verhandlung mit einem toten Hund zu tun? Welche Rolle spielt der Leiter eines Bibelkreises? Das verraten wir in Teil 3 und 4 der besten Zitate des Amtsgerichts. Heute: Teil 4.

„Wenn ich alkoholisiert bin, neige ich zu respektlosem Verhalten. Ich bin nicht sicher, aber es kann gut aus meinem Mund stammen.“ Wegen Hausfriedensbruch angeklagter 20-Jähriger, der einem älteren Herrn mit den Worten „Ich mache dich kaputt“ bedroht haben soll.

„Er war ein wilder Zeitgenosse, wenn er getrunken hatte. Seine Ehe hielt einen Tag, er hat seine Frau noch in der Hochzeitsnacht verprügelt.“ Verteidiger über den Mann, mit dem sein alkoholkranker Mandant in Streit geraten war.

„Wir haben weitergetrunken und gewartet, bis die Polizei kam.“ Geschädigte (40), die sich beim Streit mit einem Nachbarn (42) einen Arm angebrochen hatte.

„Ich kann nur sagen: Was ich gefehlt habe, muss ich bezahlen. Aber wenn’s irgendwie geht, stecken sie mich in ein Gefängnis, wo ich arbeiten kann.“ Letzte Bitte eines Angeklagten.

„Deutschland ist gut: Man kann klauen, was man will, ein Euro oder 1000 – es passiert sowieso nichts. Ich bin seit einem Jahr in Deutschland, ich klaue alles.“ Freiherziges Bekenntnis eines wegen Ladendiebstahls angeklagten und mit Haftbefehl gesuchten Rumänen gegenüber der Polizei, die ihn in Flensburg aufgriff.

„2,6 Promille – da wären die meisten der hier Anwesenden stark ärztlicher Hilfe bedürftig.“ Staatsanwalt zum Alkoholpegel, mit dem ein 20-Jähriger frontal gegen einen Baum gefahren war.

Jugendrichter zum Angeklagten: „Möchten Sie noch etwas sagen?“ Angeklagter zum Jugendrichter: „Vielleicht, dass ich als Student anderes zu tun habe, als 48 Stunden Sozialdienst abzuleisten.“ Dazu wollte die Staatsanwältin den 19-Jährigen verdonnern, weil er mit Amphetaminen erwischt worden war.

„Wenn ich trinke, merken Sie mir zwei Promille nicht unbedingt an.“ Zeugin zum Gerichtsmediziner.

„Ich würde sie wirklich bitten, dass sie sich zusammenreißen. Sie sind ja außer Rand und Band.“ Verteidiger moniert, dass der Richter mit der Hand auf den Tisch geschlagen hatte.

Verteidiger zum Richter: „Was ist denn das für ein Gesicht jetzt?“ Richter zum Verteidiger: „Lassen Sie mich schauen, wie ich will.“ Verteidiger zum Richter: „Nein, ich lasse Sie nicht so schauen, wie Sie wollen.“

Richter zum Verteidiger: „Ich entziehe Ihnen das Wort.“ Verteidiger zum Richter: „Nein, das tun Sie nicht.“

Weitere kuriose Zitate vom Amtsgericht

Schon in den vergangenen Tagen haben wir die besten Häppchen aus dem Wolfratshauser Amtsgericht präsentiert. Hier finden Sie Teil 1, Teil 2 sowie Teil 3 der Zitate aus dem Verhandlungsjahr 2015.

Zusammengestellt von Rudi Stallein

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