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Am 14. Oktober entscheiden die wahlberechtigten Bürger Bayerns über die Zusammensetzung des 18. Landtags im Maximilianeum.

Land- und Bezirkstagswahl 2018 

Die Zugpferde der Parteien

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Am 14. Oktober wählt Bayern einen neuen Landtag. Gleichzeitig finden die Wahlen zu den sieben bayerischen Bezirkstagen statt. Einige Parteien im Stimmkreis 111 (Bad Tölz-Wolfratshausen/Garmisch-Partenkirchen Süd) haben ihre Direktkandidaten schon nominiert. Andere suchen noch. Ein Überblick.

Bad Tölz-Wolfratshausen Die schnellsten waren die Christsozialen: Im Juli 2017 stand fest, dass sich Martin Bachhuber im kommenden Herbst zum dritten Mal um das direkte Landtagsmandat bewerben wird. Seit 

2008 gehört der Bad Heilbrunner dem bayerischen Parlament an, ist in der Landespolitik längst ein Profi, dessen Stimme 

Martin Bachhuber, CSU

Gewicht hat. Er fühle sich im Maximilianeum „voll angekommen“, sagte Bachhuber kürzlich. Wen die Regierungspartei auf direktem Wege in den 16. Oberbayerischen Bezirkstag entsenden will, war ebenfalls rasch klar: Es ist Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger.

Was ihre Kandidaten betrifft, wollte die SPD laut ihrem Kreischef Wolfgang Werner im November „zu Potte kommen“. Und das ist sie 

Robert Kühn, SPD

auch: „Robert Kühn aus Bad Wiessee bewirbt sich um das Direktmandat“, sagt Werner auf Anfrage. Er selbst möchte in den Bezirkstag einziehen. Festgezurrt soll das sozialdemokratische Polit-Paket aus dem Stimmkreis 111 am kommenden Samstag ab 11 Uhr in der Nominierungsversammlung im Schlehdorfer Klosterbräu.

Für die Freien Wähler sitzt Florian Streibl – wie CSU-Kollege Bachhuber ebenfalls schon seit gut neun Jahren – im Bayern-Parlament. Und 

Florian Streibl, Frei Wähler

das soll er nach dem Willen der Partei auch in der kommenden Legislaturperiode. Am 21. November wurde der Oberammergauer als Spitzenkandidat vorgestellt. Der Kreisvorsitzende Konrad Specker aus Bad Heilbrunn möchte abermals in den Bezirkstag gewählt werden.

Im Lager der Grünen bewirbt sich laut Kreissprecherin Barbara Schwendner aus dem Landkreis Hans Urban um das Direktmandat 

Hans Urban, Grüne

für den Landtag. Ob der Eurasburger Gemeinderat und Biobauer nominiert wird, entscheidet sich bei der zentralen Aufstellungsversammlung der oberbayerischen Grünen am 27. und 28. Januar in Ingolstadt.

Einen Schritt weiter ist die FDP. Die Liberalen votierten in der Nominierungsversammlung der Kreisverbände Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen Mitte Dezember für 

Fritz Haugg, FDP

Fritz Haugg als ihren Direktkandidaten. Nicht ohne Grund: Zuletzt bei der Bundestagswahl hatte Haugg für den Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach 8,24 Prozent der Stimmen geholt. Für den Bezirkstag empfahlen die Liberalen den Garmischer Kreisvorsitzenden André Göllrich.

Die Alternative für Deutschland (AfD) musste nach dem Rücktritt von Constantin Prinz von Anhalt Mitte Dezember zunächst einen neuen Kreisvorsitzenden suchen – und fand ihn in einer Frau: Dr. Anne Cyron. Sie bestätigt, dass die Aufstellungsversammlung für die Landtagskandidaten am Samstag, 3. Februar, in Bad Tölz stattfinden wird. Auf Kandidaten habe sich der Kreisverband derzeit noch nicht festgelegt, sagt deren neue Chefin. Aber: „Wir erwarten mehrere Spontanbewerbungen.“

Die ÖDP hat ihre Kandidaten Mitte Dezember benannt: Der 48-jährige Münsinger Markus Gampl tritt als Direktkandidat für die Ökodemokraten zur Landtagswahl an. Rudolf Kühn (63), Biolandwirt und Bürgermeister von Riegsee, kandidiert für den Bezirkstag.

Nach dem Rücktritt des Bad Heilbrunners Franz Nguyen steht die Bayernpartei (BP) aktuell ohne Kreischef da. Kommissarisch führt Florian Hermann die Geschäfte. Der Ickinger kann noch keinen Direktkandidaten für die Landtagswahl nennen. In einer Sitzung am Donnerstag, 25. Januar, in Bad Tölz „werden wir das besprechen“, kündigt der Kreis-Vize an. Den Kandidaten für den Bezirkstag hat die BP: Es ist erneut der bisherige Mandatsträger Hansjörg Barth, Wirt des Münchner Hauses auf der Zugspitze.

Mit dem Sprung des Geretsrieders Andreas Wagner nach Berlin feierte der Kreisverband Oberland der Linken bei der jüngsten Bundestagswahl einen Überraschungserfolg. Im Maximilianeum ist die Partei bislang nicht vertreten.

Das soll sich ändern – unter anderem mit dem Tölzer Elmar Gehnen als Direktkandidat. Das beschloss der Kreisverband am 11. Januar. „Den Bezirkstagskandidaten haben wir noch nicht. Dazu gibt es bald ein eigenes Treffen“, sagt Christian Obertür, der die Nominierungsversammlungen der Linkspartei im südlichen Oberbayern koordiniert.

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