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Zwei Freundinnen wandern für den guten Zweck von Innsbruck nach Jesolo

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Von: Sabine Hermsdorf-Hiss

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Wandern für den guten Zweck: Die Wolfratshauserinnen Ina Großmann-Stangl (li.) und Bianca Bauer.
Wandern für den guten Zweck: Die Wolfratshauserinnen Ina Großmann-Stangl (li.) und Bianca Bauer. © Hermsdorf-Hiss

Ina Großmann-Stangl und Bianca Bauer sammeln auf ihrer Tour nach Italien Spenden für die Nachbarschaftshilfe „Bürger für Bürger“.

Wolfratshausen – Von Innsbruck geht’s nach Jesolo, das sind 350 Kilometer und mehr als 8000 Höhenmeter: Diese Wanderung haben sich Ina Großmann-Stangl und Bianca Bauer aus Wolfratshausen vorgenommen. Aber nicht nach dem Motto „Ich bin dann mal weg“, sondern für einen guten Zweck. Während der 14 Etappen mit täglich zwischen 17 und 33 Kilometern wollen sie Spenden für die Wolfratshauser Nachbarschaftshilfe „Bürger für Bürger“ sammeln.

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Über den Verein lernten sich die beiden Frauen vor 19 Jahren näher kennen, später arbeiteten sie sogar eine Zeit lang für denselben Arbeitgeber. Die Wanderlust wurde geweckt, als Ina Großmann-Stangl in Wolfratshausen des nächtens Wanderer mit Stirnlampe sah. „Das waren Teilnehmer des Megamarsches München-Mittenwald“, erzählt die gelernte Industriekauffrau. „,Cool, dachte ich mir. Das will ich auch einmal machen. Fehlen nur noch ein paar Mitstreiter.“

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Am Arbeitsplatz erzählte sie ihren Kolleginnen davon. Bianca Bauer und noch eine weitere Mitarbeiterin waren sofort dabei. „Etwas blauäugig planten wir unsere erste Tour“, erinnert sich Bauer. „Wir sind von Wolfratshausen nach Penzberg gelaufen – und als wir in Maxkron in der Pizzeria saßen, konnten wir uns nicht vorstellen, jemals wieder aufzustehen.“

Angefixt vom Langstrecken-Wandern

Allen Strapazen zum Trotz: Die am Langstrecken-Gehen hatte die Frauen gepackt. Immer wieder wurden die Wanderschuhe geschnürt und los ging’s. „Im Laufe der Zeit haben wir, denke ich, jeden See hier in der Nähe umrundet“, sagt Großmann-Stangl.

Auf einer dieser Touren wurde die Idee geboren, doch mal eine mehrtägige Wanderung in Angriff zu nehmen. „Irgendwie kamen wir darauf, von Innsbruck aus über den Brenner nach Jesolo zu gehen“, so Bauer. Der Gedanke nahm immer mehr Form an – auch wenn die dritte „Mitläuferin“ aus Zeitgründen die Segel streichen musste. Und warum, fragten sie sich, sollte man diese Unternehmung nicht gleich für einen guten Zweck nutzen? Schnell wurden sich die Frauen einig, für „Bürger für Bürger“ zu sammeln.

Extra für die Tour haben Großmann-Stangl und Bauer eine Website ins Leben gerufen. Darauf werden die einzelnen Etappen vorgestellt. „Der Bericht, wie es wirklich abgelaufen ist, wo Schwierigkeiten waren, was schön war und was wir erlebt haben, wird zusammen mit Fotos nachgereicht“, kündigt Bauer im Gespräch mit unserer Zeitung an. Gleichzeitig wird jeden Tag ein Ressort des Vereins, vom Reparatur-Café über den Seniorentreff und die Babysittervermittlung bis hin zum Asylhelferkreis, vorgestellt. „So wollen wir ,Bürger für Bürger‘ mit all seinen Facetten bekannter machen.“

Übernachtungsmöglichkeiten gesucht

Neben Spenden für den guten Zweck bitten Bauer und Großmann-Stangl im Vorfeld auch um Unterstützung für sich selbst. Schließlich müssen die beiden auf ihrer Wanderung auch irgendwo übernachten. Aber: „Was hier an Geld übrig bleibt, bekommt selbstverständlich im Anschluss der Verein.“

Info

Die Wanderung beginnt am Mittwoch, 17. August in Innsbruck und soll am Dienstag, 30. August, in Jesolo enden. Die Tour verfolgen kann man im Internet unter www.biwalkin.de. Spenden können auf das Konto von „Bürger für Bürger – Nachbarschaftshilfe Wolfratshausen e.V.“ überwiesen werden (gerne auch ressortgebunden): IBAN DE44 7016 6486 0005 7919 28 (VR Bank Wolfratshausen), Verwendungszweck: „Biwalkin“.

sh

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