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Vom Wolfratshauser S-Bahnhof führt die Reise weiter durch den bestehenden Tunnel zwischen Hackerbrücke und Münchner Ostbahnhof. Ein Anschluss der S 7 an die geplante zweite Stammstrecke nicht möglich.

Dafür gibt's ab Dezember eine Taktverbesserung

Zweite Stammstrecke: S 7-Nutzer schauen in die Röhre

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Wolfratshausen/München – Bei der S 7 bleibt alles wie bisher: Der Bau der zweiten Stammstrecke in München hat keinen Einfluss auf den Ast nach Wolfratshausen. Dafür wird ab Dezember der Takt verbessert.

Taktverdichtung, kürzere Fahrzeiten und Expressbahnen: Die Pendler aus der Region Wolfratshausen werden von den Vorzügen der neuen, zweiten Stammstrecke in München nicht profitieren können. Die Züge der S 7 aus der Flößerstadt werden weiter durch den bisherigen Tunnel zwischen Hackerbrücke und Ostbahnhof rollen. Der Grund: Die neue Bahnröhre beginnt und endet aus S 7-Sicht an den falschen Stellen. Das erklärt ein Bahnsprecher auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die zweite Stammstrecke beginnt im Westen bei Laim und führt vor dem Halt Donnersberger Brücke unter die Erde. Die S-Bahn-Gleise der S 7 aus südlicher Richtung fädeln aber erst an der Donnersberger Brücke in die Münchner West-Ost-Achse des Nahverkehrs ein. Da sind die Züge auf der neuen Trasse schon unter der Erde. Das gleiche Phänomen gibt es im Osten: Die S 7 biegt beim Ostbahnhof nach Süden Richtung Giesing ab, die zweite Stammstrecke kommt aber erst weiter östlich beim Leuchtenbergring an die Oberfläche. „Ein Anschluss der S 7 ist damit nicht möglich“, sagt der Bahnsprecher. Die neue Stammstrecke führt über rund zehn Kilometer von Laim aus über die Haltestellen Hauptbahnhof, Marienhof und Ostbahnhof zum Leuchtenbergring. Die Kosten für das Projekt liegen bei knapp vier Milliarden Euro. Im April 2017 soll der Bau beginnen und in zehn Jahren fertig sein. Auch beim Takt wird es für die S 7 keine Verbesserung geben: Sie fährt alle 20 Minuten. Anders nach Freising, Geltendorf, Tutzing, Erding und Flughafen: Hier gilt der 15-Minuten-Grundtakt. Die Expresszüge fahren alle 30 Minuten. Alle 20 Minuten rollen die Bahnenauch auf den Linienästen nach Petershausen und Holzkirchen, wobei zur Stoßzeit zum 10-Minuten-Takt verdichtet wird.

Dafür gibt es zwei andere gute Nachrichten für Bahnpendler: Erstens soll die zweite Stammstrecke dafür sorgen, dass bei Störfällen trotzdem Bahnen die Stadt queren können. Damit soll nicht mehr das gesamte System lahmliegen, wie es derzeit häufig der Fall ist.

Die zweite gute Nachricht wirkt schon ab Mitte Dezember: Zum Fahrplanwechsel schließt die Bahn Taktlücken zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen. Montags bis donnerstags fahren zwei Züge mehr als bislang nach Wolfratshausen. Dadurch ergeben sich neue Fahrtmöglichkeiten nach München – jeweils um 14.04 und 15.04 Uhr. Freitags gibt es das Angebot schon jetzt. Einen durchgängigen 20-Minuten-Takt bis zum Endhalt der S 7 in der Loisachstadt gibt es damit aber nicht: Laut dem Bahnsprecher gibt es weiterhin zum Beispiel vormittags Lücken.

dor

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