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Präsentierten die neue Linienführung: (v. li.) Dritter Bürgermeister Helmuth Holzheu, die Arbeitsgruppen-Mitglieder Dr. Hans Schmidt, Alfred Fraas und Peter Ley sowie Rathausmitarbeiter Wolfgang Mucha.

Ab dem 12. Dezember

Stadtbus dreht größere Runde

Wolfratshausen - Der Stadtbus hat ab  Montag, 12. Dezember, eine neue Linienführung. Ziel ist, dass noch mehr Menschen das Angebot nutzen.

Bislang gibt es zwei getrennte Linien: Eine fährt vom Bahnhof nach Waldram und wieder zurück, danach fährt die zweite nach Farchet. Künftig gibt es einen großen Rundkurs mit höherer Taktung, der beide Stadtteile einschließt. Dafür fahren in den Stoßzeiten zwei Busse parallel, jeweils in die umgekehrte Richtung.

Die Kommune hat für die neue Linienführung rund 400 000 Euro in die Hand genommen. Der größte Teil, rund 260 000 Euro, fließt in den Ausbau der Zufahrten zur Kanalbrücke zwischen Waldram und Farchet. „Dieser Bau war notwendig, damit der Bus nicht über die B 11 geführt werden muss“, erläuterte Alfred Fraas (CSU), Mitglied des Arbeitskreises, der die neue Linie entworfen hat.

An der Brücke, die für den Autoverkehr gesperrt ist, wurden funkgesteuerte Poller installiert, die im Boden verschwinden, wenn sich der Bus nähert. Damit ist gewährleistet, dass kein Autofahrer die Brücke als Abkürzung benutzt. „Außerdem wird dort eine Lichtsignalanlage aufgebaut“, ergänzte Bauamtsmitarbeiter Wolfgang Mucha. Der Grund: Die Brücke ist nicht breit genug, dass sich Bus und Radfahrer darauf begegnen können. „Deshalb müssen die Fahrradfahrer warten, bis der Bus drübergefahren ist.“

Zwischen 6 und 9 Uhr sowie von 16 bis 19 Uhr verkehrt der Bus im 20-Minuten-Takt. In der Zwischenzeit sowie von 19 bis 20.30 Uhr fährt er alle 40 Minuten. Der Plan ist auf die Abfahrtszeiten der S-Bahn abgestimmt. „Dann können viele Pendler das Auto stehen lassen und trotzdem bequem zur Arbeit fahren“, hofft Dritter Bürgermeister Helmuth Holzheu.

Doch nicht nur S-Bahnnutzer sollen von dem Angebot profitieren: Auch Senioren und Schulkinder wurden von der Arbeitsgruppe bedacht. „Deshalb fährt der Bus morgens und nach Schulschluss auch die Waldramer Schule an“, erläuterte Dr. Hans Schmidt. Mit den Klassen plane er, eine gemeinsame Rundfahrt zu organisieren. „Dann sehen die Kinder, wie einfach sie mit dem Bus in die Schule und wieder nach Hause kommen.“

Fraas und der Grünen-Stadtrat stellten auch die Vorteile für Rentner und nicht mobile Bürger heraus: Da der Bus an einer neuen Haltestelle an der Zugspitzstraße hält, sei es problemlos möglich, zum Beispiel aus der Altstadt, für die täglichen Besorgungen auf den Bus umzusteigen. Das neue Angebot soll – neben dem Nutzen für die Bürger – auch dem Umweltschutz dienen. „Wir müssen CO2 einsparen. Und das schaffen wir am besten, wenn viele Autofahrer in den Bus umsteigen“, sagte Schmidt.

In den ersten drei Wochen, in denen das Angebot gilt, also bis zum 30. Dezember, ist die Mitfahrt im Stadtbus kostenlos. „Das ist eine Werbemaßnahme, damit sich die Menschen von den Vorteilen überzeugen können“, erläuterte Holzheu. Außerdem, das kündigte die Arbeitsgruppe an, wolle man mit Broschüren und Plakaten werben. Am Sonntag, 11. Dezember, findet eine Jungfernfahrt für geladene Gäste statt – darunter Stadträte und Mitarbeiter des Landratsamts.

Dominik Stallein

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