S-Bahn: Polizei ermittelt - Verspätungen auf Stammstrecke im Berufsverkehr

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Zehn Surfbretter haben Stefanie und Marcus Kastner aus Waldram im Schrank stehen. Um künftig auch in Wolfratshausen wellenreiten zu können, hat sich das Surfer-Ehepaar mit seiner Idee an die Stadt gewandt – und stieß dort auf positive Resonanz.

Liebe auf den ersten Ritt

Waldramer hatten Idee der Surfwelle

Wolfratshausen – Stefanie und Marcus Kastner aus Waldram haben der Stadt eine Surfwelle vorgeschlagen – und sind mit dem Vorschlag auf positive Resonanz gestoßen.

Vor gut zwölf Jahren haben sich Stefanie und Marcus Kastner verliebt, ineinander und in das Surfen. Im gemeinsamen Urlaub auf Fuerteventura 2002 hat das Paar auf dem Surfbrett die ersten Gehversuche gemacht. „Das war ein Jugendtraum von mir“, sagt der gebürtige Wolfratshauser. Zurück in Deutschland wollten die Frischverliebten nicht auf das Surfen verzichten. Sie schwangen sich an der Münchner Floßlände, später am Eisbach aufs Brett. „Das ist ein großer Unterschied. Auf dem Fluss kommt das Wasser von vorne, im Meer von hinten“, erklärt der 43-Jährige. Schnell wurden die Eheleute Stammgäste am Eisbach – bis sie 2010 von München zurück in Marcus Heimat nach Waldram zogen.

„Ich war auf Surfentzug“

Eine Stunde Fahrt mit der S-Bahn mussten der Tonassistent und die Assistentin bei Linde von nun an bis zum Eisbach zurücklegen. „Ich war auf Surfentzug“, scherzt Marcus Kastner. „Ich dachte mir, es muss doch auch in Wolfratshausen eine Möglichkeit geben zu surfen.“ Dem 43-Jährigen ging diese Idee nicht mehr aus dem Kopf. Zwei Jahre lang fuhr er mit dem Fahrrad Isar und Loisach ab. Und immer wieder blieb er an dieser einen Stelle an der Überführung der Weidacher Hauptstraße hängen. „Die ist einfach ideal“, sagt er. Immerhin seien ein Gefälle und annähernd eine Welle vorhanden. Eine Örtlichkeit war ausgemacht. Doch zunächst trauten sich Marcus und seine Frau nicht, auf die Stadt zuzugehen. Bis zum Mai dieses Jahres, als die gebürtige Würzburgerin ihren ganzen Mut zusammennahm und Tourismusmanagerin Gisela Gleißl eine selbst angefertigte Präsentation inklusive Fotos vorlegte. „Frau Gleißl war sofort begeistert“, berichten die Hobbysurfer.

Machbarkeitsstudie soll klären, ob genug Wasser fließt

Nach einer Diskussion im Kulturausschuss (wir berichteten) und Gesprächen zwischen Bürgermeister Helmut Forster und Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes, die ihre grundsätzliche Zustimmung signalisierten, entschied die Stadt: Durch eine Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, ob an besagter Stelle überhaupt genügend Wasser fließt. Für Kastners heißt es demnach Abwarten. Kein Problem für die Zweifacheltern: „Wir sind in Geduld geübt.“

Um die Wartezeit zu überbrücken, haben die Waldramer kürzlich das 1. Flusswellen-Forum in München besucht, eine Messe für Wellenbauer. „Das war perfektes Timing. Jetzt können wir besser mitreden“, freuen sie sich.

Die Chancen stehen „50 zu 50“

Auf die Frage, wie hoch sie die Chance einschätzen, dass ihr Projekt realisiert wird, antworten Stefanie und Marcus Kastner „50 zu 50“. Die Umsetzung sei abhängig von vielen Faktoren, auf die die Wolfratshauser keinen Einfluss hätten. Ihr Wille jedenfalls, einen Ort zu erschaffen, an dem sich nicht nur Jung sondern auch Alt vergnügen kann, sei ungebrochen.

Alessandro Capasso

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