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90 Prozent der Befragten sind grundsätzlich dafür, das westliche Loisachufer umzugestalten: 19 Prozent davon wollen, dass die Pläne ohne Änderungen realisiert werden. 17 Prozent finden die Pläne gut, wollen aber noch das eine oder andere berücksichtigt wissen. 21 Prozent sind zufrieden, weil die vorgeschlagenen Ideen bereits im Entwurf enthalten sind. 33 Prozent gefallen die Pläne, wollen aber noch Ideen einbringen. Zehn Prozent lehnen die Umgestaltung ab.

Lebendige Altstadt Wolfratshausen

Wolfratshauser zeigen sich mit kreativen Ideen

Wolfratshausen – Die ersten Ideen der Wolfratshauser zur Verschönerung des Loisach-Westufers sind beim Verein Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) eingegangen.

Einige der Vorschläge sind brauchbar, andere nicht zu realisieren.

Seit gut sechs Wochen steht die Schautafel an der Innenstadt-Seite des Sebastianistegs. Sie zeigt, wie das Wolfratshauser Architekturbüro Adldinger, das Architekturbüro Spandri und Landschaftsarchitektin Christiane Fink sich das Westufer in Zukunft vorstellen. Mit ihrem gemeinsamen Entwurf haben sie den Ideenwettbewerb gewonnen, den die Stadt initiiert hatte. Seitdem waren die Wolfratshauser aufgefordert, ihre Ideen, Anregungen und Wünsche für die Gestaltung einzubringen. Der LAW – genauer gesagt: der Arbeitskreis Stadtlandschaften – hat diese gesammelt und ausgewertet. Dietlind Diepen, Hans Werner Kuhlmann und Ernst Gröbmair haben jetzt erste Ergebnisse vorgestellt.

„Am Anfang verlief die Beteiligung noch schleppend“, sagte Diepen. „Die Bürger mussten sich erst daran gewöhnen, dass sie einbezogen werden.“ 42 Stellungnahmen sind eingegangen, zugegebenermaßen eine nicht unbedingt repräsentative Zahl. Dem LAW geht es aber um die Qualität der Beiträge – und damit zeigten sich Diepen, Kuhlmann und Gröbmair zufrieden.

Sinnvoll erscheint zum Beispiel die Anregung, den Kinderspielplatz näher zum Café hinzurücken. „damit die Eltern die spielenden Kinder im Blick haben“. Andere Wünsche wie die Surfwelle, mehr Bänke am Ufer oder Hinweisschilder für Besucher sind bereits in Arbeit, wiederum andere – Steg ins Wasser, Bootsverleih, Skulpturen-Meile heimischer Künstler, Musik-Pavillon – müssen auf ihre Machbarkeit hin überprüft werden. Nichts wird es hingegen mit der Erweiterung des Japanischen Gartens Richtung Norden. „Der Garten ist ein Geschenk der Stadt Iruma, die das auch finanziert“, erläuterte Diepen. Den können wir nicht einfach so vergrößern.“ Eine weitere Begrünung sei nach Norden hin allerdings durchaus denkbar.

Auffallend: Viele Beiträge zielen auf den Erhalt oder die Schaffung von Parkplätzen ab. Ein Punkt, der auch dem LAW unter den Nägeln brennt und den sich auch der Stadtrat auf die Fahnen geschrieben hat. „Wir reden ja als Fernziel über ein Gesamtkonzept für das Loisachufer zwischen Bahnhofstraße und Hatzplatz“, sagte das Trio unisono. „Da steht über allem das Schaffen von Ersatzparkplätzen.“ Auch in dieser Hinsicht werde man in nächster Zeit tätig werden. Als ersten Schritt denke man darüber nach, am Hatzplaz eine Infotafel zur Parksituation in der Stadt aufzustellen.

Die Ideen liegen bei Bürgermeister Klaus Heilinglechner auf dem Tisch. „Wenn er sie gesichtet hat, überlegen, wie wir weitermachen“, ergänzt Diepen. Wichtig ist dem LAW, dass man dem Stadtrat keine Vorgaben machen will. „Wir wollen eine Basis für weitere Entscheidungen liefern, dafür sorgen, dass es zügig weitergeht und dabei den Bürger mitnehmen.“

Info

Wer Ideen hat, kann sie weiter einbringen: im Internet unter www.lebendige-altstadt-wolfratshausen.de, über den Briefkasten an der Bürgerinformation in der Rathauspassage oder mit Hilfe des QR-Codes. von Frederik Lang

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