WOR nur auf Wunsch

Wolfratshausen - WOR-Kennzeichen ja, aber nur auf ausdrücklichen Wunsch: Diese Haltung vertritt die Stadt Wolfratshausen in Sachen Kennzeichen-Liberalisierung.

„Es soll keine Verpflichtung für ein WOR-Kennzeichen geben. Der Einzelne kann es aber gegen eine Gebühr wählen“, sagt Vize-Bürgermeister Peter Plößl, der Urlauber Helmut Forster vertritt. Den Vorschlag von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, dass jede Kommune ihr eigenes Kennzeichen beantragen darf, hält er für übertrieben: „Städte, die früher eigene Kennzeichen hatten und einen entsprechenden Entschluss gefällt haben, sollten wieder eigene Kennzeichen bekommen sollten - aber nicht jedes Dorf.“

Plössl nennt für die Wiedereinführung von WOR zwei Argumente: „Zum einen ist es ein Zeichen unserer Identität“, erläutert der CSU-Mann. „Wir haben ja beim Zusammenlegen der Altlandkreise wichtige Institutionen verloren. Zum anderen könnte das Kennzeichen auch Markenzeichen und touristischer Werbeträger sein.“ Die Resonanz auf Ramsauers Idee war mehr als verhalten. Alle befragten Bürgermeister lehnten ihn ab. Eurasburgs Michael Bromberger sprach gar von „völligem Schmarrn“.

(kk)

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