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„Was meine Malerei betrifft, bin ich sehr scheu“, sagt die Künstlerin Yaya Bela Roth. Grundlos, denn ihre ausgestellten Werke im Schlossgut Oberambach begeistern.

Glückliche Schweine

Yaya Bela Roth „Internationale Kunst heute“

Oberambach – Die Ausstellung der Künstlerin Yaya Bela Roth gehört wohl zu den erfolgreichsten Kunstausstellungen in der rund 20-jährigen Ausstellungsgeschichte des Schlossguts Oberambach.

Als Roth im vergangenen Oktober ihre großformatigen Acrylarbeiten in den Hotelräumen aufgehängt hatte, waren schon vor der eigentlichen Vernissage fünf Bilder verkauft worden (wir berichteten). Und dieser Erfolg sollte sich während der gesamten Ausstellungszeit fortsetzen. Über die Hälfte der Acryl-Mischtechniken wechselten innerhalb eines halben Jahres den Besitzer.

Und noch einen Erfolg darf die Künstlerin, die in Holzhausen lebt, und das Lehrinstitut für Coaching und Supervision „Roots & Wings“ in Ambach leitet, für sich verbuchen. Sie wurde ins große Kunstbuch „Internationale Kunst heute – 2015“ in die Reihe renommierter Künstler weltweit aufgenommen. „Ich dachte mir, da bewerbe ich mich mal, da will ich rein, und jetzt bin ich drin“ sagt sie begeistert. „Ich weiß nicht, was das zu bedeuten hat, aber ich freue mich sehr über diese Erfolge.“ Denn eigentlich sei sie eher unsicher gewesen, im Schlossgut erstmals öffentlich ihre Bilder zu zeigen, gesteht sie heute: „Was meine Malerei betrifft, bin ich sehr scheu.“ Grundlos, denn so wie die Fotografin Hilde Peter aus München bewerteten scheinbar viele andere Besucher Roths Arbeiten: „Mich begeistern die Bilder, weil sie Leben und Bewegung in sich tragen.“

Roths Malerei ist kein Mainstream. Sie malt nicht, wie andere malen. Ihre Acrylmischtechniken aus Erdpech, Mehl, Kaffee oder Bronzestaub haben eine ganz eigene Komposition aus Realismus und Expressionismus. Sie lässt Motive frei aus der Hand mit dem Spachtel entstehen, führt aber Details figurativ exakt aus und löst andere Bildbereiche grob auf – damit entsteht Spannung und Dynamik, die fasziniert und überzeugt. Zudem haben ihre Bilder eine ganz speziell lasierende Oberflächenhaptik, die die Farbe optisch nicht verstellt, aber dem typischen Acryl seinen Charakter nimmt. Man steht also fragend davor, wie das wohl gemacht ist.

Und noch etwas wichtiges fällt bei den Bildern von Bela Roth auf: Sie haben alle einen starken Ausdruck, Humor, Tiefe, Seele und Geist. Auf einem kuscheln zwei Schweinchen glücklich zusammen. Ihre Freude und Glückseligkeit steht den Ferkeln dabei ins Gesicht geschrieben. Und dies scheint sich auch auf andere zu übertragen. Denn zu Roths Überraschung machte ihr der Besitzer vom Schlossgut Oberambach und Kunstliebhaber Andreas Schwab einen Vorschlag: Ein Teil von Bela Roths Bildern soll als Dauerausstellung im Schlossgut längerfristig verbleiben. Andrea Weber

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