Die Zeit der Knochenbrüche

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Bad Tölz-Wolfratshausen &#8211; Der Winter hat den Landkreis fest im Griff, Temperaturen um minus zehn Grad waren in den vergangenen Tagen keine Seltenheit. Doch nicht nur die Kälte, auch die Straßenglätte stellt für viele ein großes Problem dar. Stürze und Verletzungen sind oftmals die Folge. <P>&#8222;Typisch für diese Jahreszeit sind Brüche im Handgelenkbereich&#8220;, berichtet Dr. Markus Legner von der Kreisklinik Wolfratshausen. Im Schnitt kommen dem Chirurgie-Oberarzt drei bis vier solcher Fälle pro Woche unter. &#8222;Oftmals handelt es sich dabei um verschobene Brüche&#8220;, so Legner. Sie hätten eine Operation zur Folge. Generell seien von Glatteis-Stürzen alle Altersgruppen betroffen, &#8222;auch wenn ältere Menschen eher gefährdet sind&#8220;. <P>Über &#8222;vermehrte Knochenbrüche während der Winterzeit&#8220; berichtet Martina Rosenberg, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des BRK-Kreisverbandes. Aufgrund der erhöhten Glättegefahr hätten die Einsatzkräfte öfters als sonst ausrücken müssen. <P>&#8222;Für uns ist das kein Thema&#8220;, sagt Hannelore Breiter, Leiterin der Geretsrieder Nachbarschaftshilfe. Die vorwiegend älteren Damen und Herren seien bisher von Stürzen größtenteils verschont geblieben. &#8222;Viele sind sehr vorsichtig und gehen bei Glätte gar nicht erst vor die Tür.&#8220; Zu Veranstaltungen werde oftmals ein Fahrdienst organisiert. Die ehrenamtlichen Helfer würden sich allerdings ab und zu darüber beschweren, dass die Gehwege schlecht geräumt seien. <P>Dieses Problem beschäftigt auch Dr. Winfried Steflbauer, Direktor des Ickinger Gymnasiums. &#8222;Die Gehwege von der S-Bahn zur Schule sind häufig nicht geräumt&#8220;, so Steflbauer. &#8222;Die Schüler müssen gezwungenermaßen auf die Straße ausweichen&#8220;. Dadurch steige das Unfallrisiko. Der Bürgersteig gegenüber des Kreisverkehrs sei fast nie begehbar. Zuständig für einen freien Schulweg seien laut Steflbauer zum Teil die Gemeinde und zum Teil die Anwohner. <P>Dass man dieser Bürgerpflicht nachkommen sollte, ist für Wolfratshausens Bürgermeister Reiner Berchtold eine Selbstverständlichkeit &#8211;&#8222;auch aus rechtlichen Gründen&#8220;. Die Stadt habe keine generelle Streupflicht, außer für &#8222;gefährliche Stellen&#8220;, bei denen die Fußgänger eine Glättegefahr nicht voraussehen können, sowie für öffentliche Plätze, wie etwa den Loisachhallen-Parkplatz. Dass dieser teilweise stark vereist ist, liegt laut Berchtold nicht am mangelnden Bemühen der Stadt. &#8222;Es ist einfach schwierig, zwischen den parkenden Autos zu räumen.&#8220; K mat <P>

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