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Auf rund 5000 Quadratmetern der Coop-Wiese in Waldram sollen Wohnungen entstehen. 

Zwei Gebäude, 52 Wohnungen

Städtische Wohnungsbaugesellschaft will auf Coop-Wiese bauen

Ein Grundsatzbeschluss des Stadtrats machte den Weg frei für eine Bebauung der Coop-Wiese in Waldram. Jetzt gibt es Pläne, die die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (StäWo) dem Stadtrat am kommenden Dienstag vorstellen will. Die CSU kündigt erneut Widerstand an.

Wolfratshausen – Zwei Gebäude sollen laut Stadtratsbeschluss vom Oktober auf der Wiese entstehen. „Daran halten wir uns“, versichert StäWo-Geschäftsführer Lothar Ortolf. Auf dem Teil, der an die Schlesierstraße in Waldram grenzt, sollen 52 Wohnungen entstehen. „Das geht von Ein- bis Vierzimmerwohnungen“, sagt Ortolf auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Planungen sind kleiner, als der Bebauungsplan es ermöglichen würde. „Wir haben in der Länge Flächen eingespart.“ Rund 5000 der über 11 000 Quadratmeter großen Wiese sollen bebaut werden. Die Vision der Wohnungsbaugesellschaft ist den meisten Stadträten bekannt. Dem Gremium möchte die StäWo am Dienstag Grundrisse und diverse Ansichten vorlegen.

CSU stemmt sich weiter gegen die Pläne

Die CSU stemmt sich weiter gegen die Pläne. Stadtrat Alfred Fraas wird deutlich: „Wir waren immer gegen die Bebauung der Grünfläche. Daran hat sich nichts geändert.“ Unter anderem würden infrastrukturelle Bedenkengegen das Vorhaben sprechen. „Es gibt nur eine Zufahrt in den Ortsteil“, sagt der stellvertretende CSU-Fraktionssprecher. Wenn noch 50 Wohneinheiten mehr in Waldram angelegt werden, reiche das nicht aus. „Das ist keine glänzende Lösung“, findet Fraas. Außerdem würden sich die Planungen lediglich auf eine Bevölkerungsgruppe beschränken. „Man darf nicht nur alleinstehende Geringverdiener in den Fokus nehmen“, sagt der Wolfratshauser. „Wenn dort überhaupt gebaut wird, sollte es auch Platz für Familien geben, die sich kein großes Haus leisten können.“

Dr. Fleischer: Zwei Baukörper nach 1960er-Jahre-Vorbild sind nicht zeitgemäß

Sein Fraktionskollege Dr. Manfred Fleischer stößt ins selbe Horn: „Ich werde gegen diese Bebauung stimmen.“ Er sieht „eine Reihe von Problemen“ bei den Plänen der StäWo. „Der Bebauungsplan für dieses Grundstück stammt aus den späten 1960er-Jahren.“ Nach seinem Dafürhalten wäre es sinnvoller, einen neuen, modifizierten Plan aufzustellen. „Zwei Baukörper nach 1960er-Jahre-Vorbild halte ich nicht für zeitgemäß“, meint der Waldramer. Fraas deutet an, dass sich sein Optimismus, die Pläne noch abzuwenden, in Grenzen hält: „Der Stadtrat wird eine Mehrheitsentscheidung treffen.“ Ob das den Willen der Waldramer Bevölkerung widerspiegelt, bezweifeln Teile der Fraktion. „Es gab schon gegen andere Vorhaben an der Coop-Wiese tausende Unterschriften“, erinnert sich Fleischer.

Heilinglechner: „Wir brauchen sozialen Wohnraum und günstige Wohnungen“

Auch bei den aktuellen Plänen rechnet man im Rathaus mit Gegenwind. „Es liegt doch auf der Hand, dass niemand in Jubel ausbricht, wenn in der Nachbarschaft gebaut wird“, sagt Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Für ihn steht jedoch fest: „Wir brauchen sozialen Wohnraum und günstige Wohnungen.“ Mit den Plänen, so der Rathauschef, könne man „gut leben“. So seien beispielsweise auch Freizeitangebote wie eine Boccia-Bahn in das Bauvorhaben integriert. „Wir stellen da nicht einfach zwei Betonriegel auf die Wiese“, versichert er.

Von Dominik Stallein

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