Fritz MeixnerStadtrat derWolfratshauser SPD.
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Fritz Meixner, Stadtrat derWolfratshauser SPD.

Neu im Stadtrat

„Zweites Stadtarchiv darf uns nicht passieren“

Wolfratshausen – Im Wolfratshauser Stadtrat gibt es zehn neue Gesichter. Damit sich unsere Leser ein Bild von ihnen machen können, haben wir die Mandatsträger gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Heute: Fritz Meixner (SPD).

Stellen Sie sich bitte unseren Lesern kurz vor.

Ich wurde am 14. Mai 1969 in Coburg geboren. Gymnasial- und Zivildienstzeit habe ich in Bamberg verbracht. Das Studium der Sozialen Arbeit hat mich ins bayerische Oberland nach Benediktbeuern geführt. Seit 1996 arbeite ich beim Kinder- und Jugendförderverein und setze mich für die Belange von jungen Menschen und Familien ein. Zahlreiche Projekte durfte ich bereits in unserer Stadt auf den Weg bringen und realisieren. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder im Alter von sieben, neun und zwölf Jahren. Kraft und Energie finde ich in der Natur, der Musik und beim Jonglieren.

Wann haben Sie Ihr Interesse für Politik entdeckt, und wo und wie haben Sie sich bisher engagiert?

Mit Politik verbinde ich im Wesentlichen folgende Begriffe: sich einmischen/einbringen, gestalten und Verantwortung übernehmen. In diesem Sinn war und bin ich schon immer aktiv, zum Beispiel in der Jugend für eine junge/moderne Kirche, im Studium für entsprechende Rahmenbedingungen, als Vater in den Gremien der Einrichtungen, die die Kinder besuchen und beruflich für eine familienfreundliche Infrastruktur unserer Stadt. Für mich ist es sinnstiftend, Inhalte/Themen aufzugreifen, Prozesse zu initiieren und Strukturen so zu verändern, dass sich die Lebensqualität vor Ort für die Menschen verbessert. Dabei die Bürgerinnen und Bürger „mitzunehmen“ ist mir besonders wichtig.

Wo liegen für Sie die vordringlichen Aufgaben, und für welche Ziele wollen Sie sich stark machen?

Natürlich liegen mir die Bereiche Soziales und Bildung sehr am Herzen. Neben den aktuellen Herausforderungen (Kindertagesstätten und Schulentwicklung) dürfen wir aber die älteren MitbürgerInnen nicht vergessen und müssen unsere Stadt auf den „Generationenwandel“ vorbereiten. Darüber hinaus scheint mir ein langfristig gedachtes, ganzheitliches Stadtentwicklungskonzept wichtig. Egal was wir anpacken – wir brauchen ein nachvollziehbares Projektmanagement in einem guten Zusammenspiel zwischen Politik, Stadtverwaltung und Bürgerschaft. Ein „zweites Stadtarchiv“ darf uns nicht mehr passieren – das können wir uns auch in Anbetracht der bevorstehenden Herausforderungen nicht leisten.

Haben Sie vor Ihrer Wahl schon einmal eine Ratssitzung besucht, wenn ja, zu welchem Anlass?

Seit 2002 war ich bereits ständiges beratendes Mitglied im Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales. Auch in der Kreispolitik bin ich seit 2008 als Mitglied im Ausschuss für Jugend und Familie aktiv.

Wenn Sie Ihr Leben unter ein bestimmtes Motto stellen würden, wie würde es lauten?

Grundsätzlich denke ich in Möglichkeiten, nicht in Schwierigkeiten. So bin ich gerne nach dem Satz von Jean Paul unterwegs: „Gehe nicht wohin der Weg führt, sondern dorthin, wo kein Weg ist und hinterlasse eine Spur.“

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