1250-Jahr-Feier: Festzelt-Preise erinnern an die Wiesn

Gräfelfing - Die Gemeinde Gräfelfing lässt sich in ihrem Jubiläumsjahr nicht lumpen. Viele Veranstaltungen sind für die Bürger kostenlos Doch die Festzelt-Preise erinnern an die Wiesn.

Über eine Million Euro - so viel wird die Gemeinde am Ende dieses Jahres für die gesamten Jubiläumsfestivitäten ausgegeben haben. Dass diese Summe so hoch liegt, hat auch mit der erklärten Generosität der Kommune ihren Bürgern gegenüber zu tun, getreu dem Motto: Gräfelfinger bei ihrer Gemeinde zu Gast.

Von der kulturellen Spitzenveranstaltung, dem Carmina-Burana-Konzert auf dem Eichendorffplatz, über Vorträge, Ausstellungen und Aktionen bis hin zum Karussell auf dem Festplatz - Gräfelfinger jeden Alters dürfen sich in diesen Tagen immer wieder eingeladen fühlen. Erst am Freitag, dem Generationentag, betraf das Alt und Jung: Die Senioren waren zum Bata-Illic-Konzert samt Freigetränk eingeladen, am Vormittag gab es im Festzelt für viele Hundert Schulkinder bestes Musik-Kabarett ohne Eintritt.

Festwirt Lorenz Stiftl freilich hat keine Spendierhosen an, wie ein Blick auf die Karte zeigt. Die Preise für die meisten Speisen und Getränke haben mit einem Bürgerfest weit weniger zu tun als mit dem weltberühmten Oktoberfest. So kostet auf dieser Würm-Wiesn die Maß Festbier 8,40 Euro, der halbe Liter Apfelschorle, rustikal in der Flasche serviert, 4,20 Euro. Im Getränkemarkt bezahlt man dafür keine 40 Cent. Wer einen Obatzden oder zwei Paar Schweinswürstel mit Semmel essen will, muss 8,50 Euro parat haben; ein halbes¡ Grillhendl schlägt mit 8,80 Euro zu Buche, ein Schweinsbraten mit 12,20 Euro - alles ohne Trinkgeld, versteht sich. Eine vierköpfige Familie, die ganz bescheiden essen und trinken will, kommt nicht unter 70 Euro weg. Da schluckt mancher Gast schon mal trocken, bevor er den ersten Schluck nimmt.

2. Bürgermeister Peter Köstler, Vorsitzender des Festkomitees, verweist darauf, in Verhandlungen mit dem Festwirt lediglich den Bierpreis in dieser Höhe abgestimmt und gedeckelt zu haben; andere Preise wurden nicht festgelegt. Köstler: „Das ist Sache des Festwirtes. Es sind eben Festzeltpreise. Das Programm im Festzelt ist ja auch vielfältig und von herausragender Qualität. Und die Gemeinde bietet den Bürgern wirklich vieles kostenlos an.“ Und dem Wirt: Das Zelt, das 2000 Besucher fasst, mietete die Kommune, und für Strom und Wasser muss der Gastronom auch nichts bezahlen.

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