1250 Jahre Gräfelfing: Jubiläumsfest für Wetterfeste

Gräfelfing - Es war der Höhepunkt der 1250-Jahr-Feier Gräfelfings: der große Festumzug am Samstag. Leider spielte das Wetter nicht mit, nur wenige Schaulustige kamen.

Die Veranstalter hatten sich viel Mühe gegeben, doch das Wetter meinte es nicht gut: Beim Jubiläumsumzug der Vereine zur 1250-Jahr-Feier Gräfelfings regnete es heftig. Was viele Bürger offensichtlich dazu veranlasst hatte, lieber Zuhause zu bleiben. Selbst das 2400 Besucher fassende Festzelt war zum Höhepunkt der insgesamt vier Festtage nicht ganz ausgelastet. Zumindest der Festgottesdienst am Eichendorffplatz blieb mit Beistand von oben trocken.

In festlichen Kutschen und von einer Reiterabteilung der Polizei begleitet ging es für den Gräfelfinger Bürgermeister Christoph Göbel und Ehrengäste wie Bayerns stellvertretenden Ministerpräsidenten Martin Zeil, Landrätin Johanna Rumschöttel und den Bürgermeisterinnen der Gräfelfinger Nachbargemeinden von der Rottenbucher Straße über die Wandlhamerstraße Richtung Festplatz. Vertreter zahlreicher Gräfelfinger Vereine und ein paar wetterfeste Bürger folgten. Im Zelt ging es gleich eifrig zum Speisen und Trinken über, war der Zeitplan doch recht gedrängt: Die Spider Murphy Gang, am Abend im Bierzelt vor glücklichen Kartenbesitzern spielend, hatte sich wegen größeren Bühnentechnik-Bedarfs eine längere Umbaupause erbeten. Das Zelt musste daher bis 15.30 Uhr geräumt sein.

Letzteres war mittags gut gefüllt, wenn auch hauptsächlich mit Vereins- und Würdenträgern. Das Programm auf der Bühne bot freilich beste Unterhaltung. Auch unfreiwillig: Dass Minister Zeil Gräfelfing mit Feldafing verwechselte, überging man weitgehend humorvoll. Der Starredner der Veranstaltung, der Kabarettist und Ministerpräsidenten-Imitator Wolfgang Krebs, nahm diese Steilvorlage natürlich dankbar auf: „Herr Zeil, Sie wissen, wo Sie gerade sind, oder?“

Bilder von der 1250-Jahr-Feier

1250-Jahr-Feier in Gräfelfing

Krebs, der abwechselnd als Seehofer, Ude, Beckstein und Stoiber auf den Länderfinanzausgleich schimpfte, ersetzte Gräfelfing den echten Ministerpräsidenten - der als Gast im Gespräch gewesen war - bestens. Bei seiner Starrolle des sich um den Verstand redenden Edmund Stoiber tobte das Zelt. Krebs, in der Rolle des Stoiber naturgemäß unbescheiden, beanspruchte in Anlehnung an die berühmten Worte J. F. Kennedys gar den Status eines Einheimischen, indem er stolz verkündete: „Ich bin ein Gräfelfinger.“

Mit herzlichen Worten verlieh Bürgermeister Göbel der Veranstaltung Glanz. Neben dem Topstandort der Gemeinde und den zahlreichen Prominenten aus Wissenschaft, Politik und Kunst, die Gräfelfing hervorgebracht hat, hob der Bürgermeister die hier herrschende besondere Art der Gemeinschaft hervor: „Alles, was hier passiert, hat Niveau und Herz.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Ein Geschenk am idealen Standort“
„Ein Geschenk am idealen Standort“
Corona limitiert Bürgerversammlungen
Corona limitiert Bürgerversammlungen
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal

Kommentare