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Planegger Kindergartenkinder sangen und tanzten auf dem Marktfest.

40 Jahre Wochenmarkt Planegg

Treffpunkt voller Leben

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Den Planegger Wochenmarkt gibt es jetzt seit 40 Jahren. Am Freitag wurde bei schönstem Herbstwetter groß gefeiert.

Planegg – Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch, Käse und Wurst – am Planegger Wochenmarkt gibt es alles. Und nicht nur das. „Der Markt ist ein Treffpunkt“, sagt Günther Abt vom „Käse-Abt“ und Sprecher der Marktleute in Planegg. „Die Kunden kennen sich, die Händler kennen sich.“

Am Freitagvormittag war dies ganz besonders zu spüren, denn da war nicht nur Markttag, da war Marktfest. Die Beschicker der Stände hatten sich einiges einfallen lassen, um das 40-jährige Bestehen des Planegger Wochenmarktes zu feiern. Günther Abt hatte extra einen Tegernseer Käser eingeladen, der seine Produkte vorstellte. Die Kinder des Kindergartens „Die Würmeulen“ kamen, um zu Akkordeonmusik einen Tanz aufzuführen, und auch Planeggs 2. Bürgermeister Peter Heizer trat ans Mikrophon. „Sie und die Besucher machen einmal in der Woche den Marktplatz zu dem, wozu er gedacht war: nicht als Appendix der Bahnhofstraße, sondern Ort der Begegnung“, sagte er in Richtung Standbetreiber.

Bei der Tombola mit Glücksrad gab es neben Präsenten der Gemeinde Planegg Einkaufsgutscheine zu gewinnen, und so konnten sich die Besucher gleich selbst von der Qualität der am Markt angebotenen Produkte überzeugen – sofern sie diese nicht ohnehin schon schätzen. Denn der Markt ist stets gut besucht.

„Wir haben einen florierenden Markt mit qualitätsbewussten Kunden“, sagt Günther Abt. Das sei nicht immer so gewesen. Abt weiß das genau. Der „Käse-Abt“ und „Feinkost Mitterer“ sind Beschicker der ersten Stunde. Sie sind seit 40 Jahren mit dabei. Erst bei der Großgaststätte Heide-Volm am Bahnhofsplatz, später dann am heutigen Marktplatz. „Eine Zeitlang hat sich der Markt schwer getan“, sagt Abt rückblickend. Den Umzug des Marktes hätten nicht alle Kunden mitgemacht. Zusätzlich habe es in Planegg einen Generationenwechsel gegeben. Die Kunden blieben aus. Den neuen Markt zu beleben, sei schwer gewesen. Gemeinsam mit der Gemeinde habe man es schließlich geschafft. Ein Marktfest habe vor einigen Jahren wieder neue Kunden gebracht. Und die schätzten jetzt das vielfältige Angebot genauso wie das Ratschen mit den anderen Kunden.

„Heutzutage ist viel los“, so Abt. Dafür gebe es auch gute Gründe: „Der Freitag ist perfekt, um sich für das Wochenende einzudecken“, meint er. Die Parkmöglichkeiten in der Tiefgarage unter dem Marktplatz seien ideal für Kunden, die etwas mehr einkaufen möchten. Schließlich, so sagt er, „bekommen sie dort alles“ – und alles in guter Qualität. „Das kostet bisschen mehr als im Supermarkt, aber es wird gut angenommen.“ Abt selbst ist etwa alle zwei Wochen persönlich an seinem Stand anzutreffen und er stellt fest, dass der Markt auch dem Fernsehen Zulauf zu verdanken hat. Denn dort werde immer wieder über die Produktion von Lebensmitteln berichtet. Die Folge: „Der Verbraucher fragt bewusster nach.“

Heute gibt es nicht mehr nur eine Handvoll Stände, sondern, je nach Saison, bis zu 14. Und deren Beschicker hatten am Freitag allen Grund mit ihren Kunden gemeinsam zu feiern.

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