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In Fahrtrichtung München ist der Asphalt auf der A96 bereits erneuert, Richtung Lindau gehen die Arbeiten bald los. f: js

A96: Flüsterasphalt zeigt Wirkung

Gräfelfing - Halbzeit bei der Lärmsanierung der A96 in Gräfelfing: Der Fahrbahnbelag Richtung München wurde durch modernen Flüsterasphalt ersetzt. Anwohner hören bereits den Unterschied, die Gemeinde liefert den Beweis - schwarz auf weiß.

Es ist nicht nur subjektives Empfinden, sondern ein messbarer Erfolg: Einen Wert von 73,8 Dezibel (dBA) hat das „Echtzeitschallüberwachungssystem“ der Gemeinde Gräfelfing am Dienstag um 12.21 Uhr ermittelt. Auch wenn die Bauarbeiten an der A96 noch nicht abgeschlossen sind, attestiert der Wert dem Flüsterasphalt bereits jetzt eine erhebliche Lärmreduzierung. „Wir hatten auch schon über 80 dBA“, bestätigt Gräfelfings zweiter Bürgermeister Peter Köstler.

Eine Reduzierung des Lärms um sechs dBA ist eine enorme Entlastung für Anwohner: „Wissenschaftler gehen davon aus, dass schon eine Reduzierung um drei dBA den wahrgenommenen Lärm halbiert“, weiß Köstler. Die Messstation, die am Fahrbahnrand der A96 auf Höhe des Paul-Diehl-Parks montiert ist, misst seit Ende Juni die Lärmbelastung an der Autobahn und liefert Daten im Minutentakt. Die Werte sendet das Gerät laufend ins Internet. Unter www.graefelfing.noisemonitoring.de kann sich jeder über die momentane Lärmemmission informieren. Wenn der gesamte Fahrbahnbelag durch Flüster-asphalt ersetzt ist, will die Gemeinde die Daten auswerten.

Friedrich Schreiber wohnt an der Gräfelfinger Ulmenstraße, 120 Meter entfernt von der A96. Seit eh und je ist die nahegelegene Autobahn für ihn ein Ärgernis. Schreiber hört den Unterschied bereits jetzt: „Der Flüsterasphalt schluckt zwar nicht alle Geräusche, aber es ist jetzt viel besser als früher“, so Schreiber. Besonders während des Berufsverkehrs spüre er die Entlastung.

Ende der Woche sollte eigentlich der gesamte Fahrbahnbelag, auch in Fahrtrichtung Lindau, ausgewechselt und die Lärmsanierung an der A96 abgeschlossen sein. Schuld an der Verzögerung hat laut Köstler das schlechte Wetter. „Die Bauarbeiten verschieben sich um jeden Regentag“, so der Rathauschef. Der Dünnschichtbelag könne nur auf trockenen Untergrund aufgetragen werden. Die Arbeiten an der Strecke vom Autobahndreieck Südwest in Fahrtrichtung München sind abgeschlossen. „Nur noch die Anschlussstellen fehlen“, sagt Köstler. Noch mindestens eine Woche dauere der Austausch des Fahrbahnbelags stadtauswärts.

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