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Die Türe wäre schon da, den Rest der Werkstatt suchen sie noch: Die „machBar“-Mitglieder (v.li.) Torsten Friedrich, Gerhard Hartl, Vibia Otten, Gerrit Heyl und Lotar Krahmer haben den Humor und den Mut noch nicht verloren.

Suche nach Räumen

Alles „machBar“, nur die Werkstatt fehlt

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Das Würmtal soll offene Werkstätten bekommen. Doch seit zwei Jahren findet der Verein „machBar“ keine Räume. Seine Gründer kämpfen unbeirrt weiter, organisieren fleißig Kurse und holen gerade neuen Schwung.

Würmtal– Im Verein „machBar im Würmtal“ wird gearbeitet. Eine eigene Werkstatt, in der jedermann zum Werkeln vorbeischauen kann, gibt es noch nicht, dafür zahlreiche Kurse. Damit die Vögel gut durchs Jahr kommen, lernen Kinder und Junggebliebene, Futterhäuschen zu bauen. Damit Männer ihre Bügeleisenphobie ablegen können, bekommen sie beigebracht, wie sie Hemden rasch und perfekt bügeln. Und wer gerne nähen lernen möchte, kann entweder die offene Nähwerkstatt besuchen oder sich für ein ganzes Wochenende zum „Nähen am See“ nach Possenhofen zurückziehen. Es gibt auch CAD-Schnupperkurse.

Das Kursangebot von „machBar im Würmtal“ oder wie es richtig heißt, vom „Verein zur Förderung von Eigenarbeit im Würmtal“, ist vielfältig. Nur eigene Räume konnten seine 19 Mitglieder bislang nicht finden. Seit zwei Jahren suchen sie den Platz, um eine Werkstatt für jedermann einzurichten. Eine Werkstatt, in der nicht nur Kurse stattfinden, sondern in der jeder Würmtaler, sofern gewünscht auch unter fachkundiger Anleitung, Dinge herstellen, restaurieren oder reparieren kann. Eine Cafeteria soll daran angeschlossen sein und dem Austausch von Ideen und Erfahrungen dienen. „Wir sehen uns auch als Treffpunkt“, sagt Lothar Krahmer, der Initiator des Vereins.

Bislang war die Suche vergeblich. Doch er sei im Gespräch mit möglichen Vermietern und bleibe dran. „Wir geben da keineswegs auf“, sagt Krahmer, der Vorsitzende, über sich und seine Mitstreiter. Noch in diesem Jahr will er endlich fündig werden. Das sei dann noch nicht die Schreinerei oder Schmiede, die ihm auch vorschwebt, meint er. Aber eine offene Werkstatt im Ortszentrum für „Dinge, die weder Schmutz noch Lärm machen“, wie Elektronik, 3D-Druck und Schneiderei, das wäre ein erster Schritt.

Als nächsten Schritt würde er dann gerne eine offene Werkstatt für Arbeiten eröffnen, die mehr Lärm machen. Dafür suche er einen abgelegeneren Standort, beispielsweise im Gewerbegebiet. „Aber das ist Zukunftsmusik.“ Wenn alles so läuft, wie er es sich vorstellt, werden die Vogelhäuschen irgendwann nicht mehr in der Schreinerei Straub in Stockdorf hergestellt, die CAD-Kurse nicht mehr im IdeenReich in der Gemeindebücherei Gräfelfing und die Nähwerkstatt nicht mehr im Martinsraum Martinsried stattfinden.

Damit „machBar“ nicht unvorbereitet getroffen wird, wenn es endlich Räume gibt, hängen die Vereinsmitglieder jetzt Plakate auf. „Wir suchen Leute, die sich gerne kümmern möchten, Leute, die gerne etwas Sinnvolles machen wollen“, sagt Lotar Krahmer. „Wenn wir Räume finden, wollen wir mit dem Betrieb so schnell wie möglich beginnen.“

Bei der aktuellen Mitgliedersuche liegt sein Augenmerk auf Menschen, die gerade in Rente gehen. „unRuhestand ist machBar“, lautet das Motto der Plakataktion. Wer Kurse leite, bekomme dies auch bezahlt, wird geworben. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse https://machbar-im-wuermtal.de.

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