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Der neue Personalausweis hat Scheckkarten-Format und wird biometrische Daten speichern können. foto: dpa

Andrang in den Passämtern

Würmtal - In den meisten Würmtal-Gemeinden herrscht momentan reger Andrang in den Passämtern. Es bleiben noch neun Wochen, um einen alten Personalausweis zu beantragen und Geld zu sparen.

Kleiner und mit einem Chip ausgerüstet ist der neue Personalausweis, den das Bundesinnenministerium zum 1. November einführt. Die Technik, die in dem Kärtchen steckt, hat jedoch seinen Preis: Anstatt bisher acht Euro, kostet der neue Ausweis stolze 28,80 Euro (für Antragssteller unter 24 Jahren 22,80 Euro). „Die neuen Personalausweise sind wesentlich teurer, deshalb beantragen jetzt viele noch den alten Ausweis“, berichtet Karin Greber vom Kraillinger Passamt. Besonders junge Leute, die zum ersten Mal einen Personalausweis beantragen, kämen momentan - der Grund: „Bisher ist der erste Personalausweis gebührenfrei“, so Greber. Auch das ändert sich zum 1. November.

In Gräfelfing beobachtet Sabine Strack, Leiterin der Ordnungs- und Sozialverwaltung, momentan Ähnliches. „Manche wollen den alten Ausweis, nicht nur weil der neue teurer ist, sondern weil dem ein oder anderen die Funktionen suspekt sind“, sagt Strack. Auf den integrierten Chip werden persönliche Daten wie Biometrie oder Fingerabdrücke gespeichert, mittels derer sich der Inhaber des Personalausweises online ausweisen kann. Dazu erforderlich sind Lesegeräte. Gewisse Berührungsängste mit der neuen Technologie bestätigt auch Greber. „Viele haben Angst, ihre Fingerabdrücke abgeben zu müssen“, so Greber. Verstärkt werden diese Ängste durch die derzeitige Diskussion über mögliche Sicherheitslücken bei den Lesegeräten. „Viele rufen bei uns an und wollen sich informieren, ob das überhaupt sicher ist“, sagt Greber. Nur im Passamt der Gemeinde Planegg bleibt der Andrang aus. Laut Pressesprecherin Bärbel Zeller verzeichne das Passamt nicht mehr Beantragungen als üblich. „Bei uns läuft alles in normalen Bahnen.“

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